Das Abwasserpumpwerk Dortmund-Borsigstraße der Emschergenossenschaft

  • A. Ramshorn

Zusammenfassung

Im Rahmen der Vorflutregelung im Emschergebiet hat die künstliche Entwässerung von Teilgebieten, die infolge des Kohlenabbaues so weit abgesunken sind, daß für sie keine natürliche Vorflut mehr geschaffen werden kann, ständig an Bedeutung zugenommen. Aus technischen und wirtschaftlichen Erwägungen wollte man ursprünglich die Hebung des Wassers durch Pumpwerke ganz vermeiden. Aber schon beim ersten Entwurf zur Regelung der Vorflut im Emschergebiet zeigte es sich, daß für die Entwässerung des besonders stark gesunkenen Gebietes am alten Emscherunterlauf in Duisburg-Alsum der Bau eines Pumpwerks nicht zu umgehen war. Im Jahre 1914 wurde hier das erste genossenschaftliche Pumpwerk „Duisburg-Alte Emscher“ mit einem Einzugsgebiet von 3300 ha und einer Pumpenleistung von 6,3 m3/s in Betrieb genommen. Die fortschreitenden Bodensenkungen machten in der Folgezeit den Bau zahlreicher genossenschaftlicher Abwasserpumpwerke erforderlich. Diese Entwicklung wurde auch dadurch gefördert, daß es mit dem Fortschritt der Technik in der Regel wirtschaftlicher wurde, für einzelne begrenzte Senkungsgebiete Pumpwerke zu errichten, anstatt das Vorfluternetz auf große Strecken zu vertiefen. Gegenwärtig entwässern 58 genossenschaftliche Pumpwerke eine Gesamtfläche von 161 km2, d. s. 19% des ganzen Emschergebietes. Die Förderleistung der 221 eingebauten Pumpen beläuft sich auf insgesamt rd. 158 m3/s, das entspricht ungefähr dem Abfluß der Emscher bei HHW an der Einmündung in den Rhein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • A. Ramshorn
    • 1
  1. 1.EssenDeutschland

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