Der 18. Oktober

  • Ferdinand Pflug

Zusammenfassung

Die Berluste hüben und drüben auf den verschiedenen Kampfplätzen mochten am 16. Oktober sich in ihrer Gesammtheit zwar ziemlich die Wage gehalten haben, allein es waltete dabei der ungeheure Unterschied ob, daß die allmälig eintreffenden frischen Heertheile der Berbündeten deren Einbuße um mindestens das Bierfache überstiegen, während bei den Franzosen das schwache Reynier’sche Korps den schon erlittenen Ausfall kaum zu einem Drittheil zu ersetzen vermochte. Namentlich mußte für Napoleon die in dem vergeblichen Reitersturm von Wachau erfolgte Zertrümmerung seiner Reiterei als ein nicht wieder auszugleichender Nachtheil gelten. Er sah sich hierdurch, sowie durch die nunmehr mit ihrer vollen Schwere ins Gewicht fallende Ueberlegenheit der Gegner gezwungen, für den ferneren Berlauf der Schlacht ganz auf den Angriff zu verzichten und sich ausschließlich auf die Bertheidigung einzuschränken. Ohne diesen Umstand würde der Kaiser auch schwerlich versäumt haben, unmittelbar am 17., wo die Berstärkungen der Berbündeten noch lauge nicht sämmtlich eingetroffen waren, den Kampf wieder aufzunehmen; so ruhten jedoch an diesem Tage die Waffen, und am Morgen des 18. standen nach dem Einrücken der verbündeten Nordarmee und der von Bennigsen, wie des österreichischen Korps von Colloredo, im weiten Ring um Leipzig mindestens 300,000 Mann allürter Streiter höchstens noch 150,000 Franzosen gegenüber.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1863

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  • Ferdinand Pflug

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