Die materiellen Massenkrisen

  • Hans von Hentig

Zusammenfassung

In zwei Erscheinungsformen tritt die wirtschaftliche Massenkrise auf. Sie haben beide auf die Häufigkeit des Rechtsbruchs Einfluß, doch sind sie in der Angriffsrichtung und der Art des Vorgehens sehr verschieden, auch fallen sie das Staatsgefüge nicht mit gleichem Schaden an. Sie lassen beide sich abmildern, dämpfen und verkürzen. Doch scheinen sie zu einem Lebensrhythmus zu gehören, so tief in Menschenschwächen eingewebt zu sein, daß sie uns immer wieder überrumpeln und erschrecken.

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Literature

  1. 1.
    Sauer, Wilhelm: Kriminologie, S. 465, Berlin 1950. — Als die Scheine mit diesen schwindelnden Zahlen bedruckt waren, hatten sie auch in den Augen des Harmlosesten den Anschein irgendeines Werts verloren. Hauptsächlich waren es die Empfänger, die den Gedanken an Gewinn aufgegeben hatten. Das Faß war ausgeschöpft und war zu nichts mehr nutze. Am Horizont aber tauchte drohend die soziale Frage auf. Die Zeit war da, die feste Währung für das Sichere zu halten.Google Scholar
  2. 2.
    Ein Inspektor von Scotland Yard schreibt zu Kriegsbeginn: „Die guten Bürger waren unruhig und unglücklich … Die Kriminellen aber waren entzückt. Sie waren sicher, es würden Mangellagen kommen, an denen sie profitieren könnten …“ Beveridge, Peter: Inside the С. I. D., S. 55, London 1959.Google Scholar
  3. 3.
    Lessing: Haarmann, S. 13.Google Scholar
  4. 1.
    Jacobs, Rupprecht: Die Kriminalität der Nachkriegszeit, S. 23, Godesberg 1952.Google Scholar
  5. 2.
    Bader, S. 134.—Bader zitiert den Ausspruch eines Autors: „Nur ein Mensch, der dauernd die Gesetze übertritt, kann heutzutage überhaupt am Leben bleiben.“Google Scholar
  6. 3.
    Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund forderte auf einer Tagung in Bonn für Schwarzhandel die Todesstrafe. Bader, S. 134.Google Scholar
  7. 4.
    Im Lichte der Inflation gewinnen die Kleidertransaktionen Haarmanns an Erklärlichkeit, die man sonst nur für Fetischismus halten würde. Siehe die Fälle bei Lessing, Theodor: Haarmann, S. 149ff., Berlin 1925.Google Scholar
  8. 5.
    Jacobs, S. 24.Google Scholar
  9. 1.
    Jacobs, S. 25.Google Scholar
  10. 2.
    Es ist nicht nur die Kalorienmenge (1275 in der amerikanischen Zone am 1. April 1946 nach Davidson, S. 135), sondern von Alter und Größe abhängiger wechselnder Bedarf und seelische Verfassung, die zur Hungerwirkung sich zusammenschließen.Google Scholar
  11. 3.
    Im März 1947 waren noch 4 Millionen deutsche Soldaten in Kriegsgefangenenlagern interniert. Davidson, Eugene: The death and life of Germany. An account of the American occupation, S. 166, New York 1959.Google Scholar
  12. 4.
    In der ersten Besatzungszeit durften amerikanische Soldaten an deutschen Gottesdiensten teilnehmen, hatten aber Befehl, auf getrennten Seiten zu sitzen. Davidson, S. 54. Mit Deutschen durfte nicht gesprochen, ihnen sollte nicht die Hand gegeben werden.Google Scholar
  13. 1.
    Stat. Jahrbuch 1952, S. 330. Mit der Währungsreform brach am 20. Juni 1948 der Schwarze Markt zusammen. Die Konten wurden 6,50 zu 100 Reichsmark umgestellt. Schulden konnten im Verhältnis 1:100 abgezahlt werden.Google Scholar
  14. 2.
    Mein Bericht, nach Augenzeugen in Rheinland-Westfalen. Schweiz. Zeitschr. für Straf recht, S. 337 ff., 1947.Google Scholar
  15. 3.
    Bader, S. 78ff.Google Scholar
  16. 4.
    Ein Einbruch betraf 2000 Zigarren und 8000 Zigaretten, die durch Tabakhändler in einem Kloster eingelagert waren. — Die Zigarette war damals das reguläre Zahlungsmittel. Im Schleichhandel kostete eine englische Zigarette 6 Mark, Jacobs, S. 24.Google Scholar
  17. 5.
    Bader, S. 79Google Scholar
  18. 1.
    Zeitschrift des Statistischen Landesamts 1927, S. 174.Google Scholar
  19. 2.
    Als 10 Jahre vor dem Bauernkrieg das Geld sich schrittweise entwertete, kamen die Gutsherren auf den Gedanken, Abgaben nicht mehr in Geld, sondern in Naturalleistungen zu verlangen. Das bedeutete eine Erhöhung, die die Bauern nicht dulden wollten. Hantsch, Hugo: Der deutsche Bauernkrieg, S. 107, Würzburg 1925.Google Scholar
  20. 1.
    Bader, S. 108. — Nach dem 2. Weltkrieg ging noch ein anderes Delikt aus einem äußeren Grunde zurück: die Verbreitung unzüchtiger Schriften (§§ 184, 185a StGB). Einer der Gründe war einfach die Papierknappheit (Bader, S. 72).Google Scholar
  21. 2.
    In Wirklichkeit war die Zahl der vorbestraften Brandstifter 1923 niedrig; es fehlte also der berechnende Tätertypus. Zahlen bei Sauer, S. 610.Google Scholar
  22. 3.
    Monatsschrift 1930, S. 381.Google Scholar
  23. 4.
    Das psychische Korrelat würde man „Vorsicht“ nennen. Zahlen ebenda.Google Scholar
  24. 5.
    Von 592242 im Jahre 1947 auf 1585246 im Jahre 1950, Statistisches Jahrbuch 1952, S. 29.Google Scholar
  25. 1.
    Jacobs, a. a. O., S. 90. Er schreibt: „Ärztlicherseits wurden nach dem Kriege zahlreiche Fälle der Impotenz festgestellt … Bei 913 Arbeitern und Angestellten in Essen gemachten Erhebungen ergaben sich Störungen der Keimdrüsenfunktionen bei nahezu allen Untersuchten. Bei 599 wurden keine, bei 310 nur geringe Betätigung festgestellt.“Google Scholar
  26. 2.
    Zahlen ebenda, S. 91.Google Scholar
  27. 1.
    Jacobs, a.a.O., S. 87. — Bayerische und württembergische Zahlen stimmen damit nicht überein.Google Scholar
  28. 2.
    Österreichische Kriminalstatistik für das Jahr 1950, S. 44.Google Scholar
  29. 1.
    Bader, Karl S.: Soziologie der deutschen Nachkriegskriminalität, S. 103, Tübingen 1949.Google Scholar
  30. 1.
    Zahlenmäßige Darstellung der Rechtspflege. Kriminalstatistik für das Jahr 1950, S. 60. — Die Kriegszeit mit ihrer veränderten Bevölkerung auf der Männerseite gestattet keine gemeinsame Betrachtung. Wir haben aber aus der Zeit der Geldentwertung 1947/48 eindrucksvolle Zahlen:Google Scholar
  31. 1.
    Berechnet nach den Zahlen im Statistischen Jahrbuch für die Bundesrepublik, 1952, S. 86.Google Scholar
  32. 2.
    Sauer: Kriminologie, S. 465. —Die mannigfachen Kriegsfolgen kommen hinzu. Es gab im Jahre 1950 in Westdeutschland 3032716 Witwen, 12,9% der weiblichen Bevölkerung. Stat. Jahrbuch 1952, S. 26.Google Scholar
  33. 1.
    Die Depression von 1873 begann damit, daß am 18. September das bekannte Bankhaus Jay Cooke and Company die Pforten schloß. Am nächsten Tage, Freitag, brach die Börse zusammen. Man mußte sie auf über eine Woche schließen. Hicks, John D.: The American nation, S. 59, Cambridge 1946.Google Scholar
  34. 2.
    Ebenda, S. 615.Google Scholar
  35. 3.
    Ebenda, S. 616.Google Scholar
  36. 1.
    The professional thief, ed. Edw. Sutherland, S. 145, Chicago 1937. Ein Taschendieb murrte:„Geldbeutel, die sonst 40,50 und 100 Dollars enthalten hatten, wiesen nur noch 3, 5 oder 10 Dollars auf.“Google Scholar
  37. 2.
    Gipson, Fred: Cowhand, the story of a working cowboy, S. 162ff., New York 1958.Google Scholar
  38. 3.
    Ebenda, S. 182.Google Scholar
  39. 4.
    Ebenda, S. 185.Google Scholar
  40. 5.
    Ebenda, S. 199.Google Scholar
  41. 6.
    Ebenda, S. 218.Google Scholar
  42. 1.
    Gipson, Fred: Cowhand, the story of a working cowboy, S. 241 ff., New York 1958.Google Scholar
  43. 2.
    Er war ein Teil des großen Dunkelfeldes, in das der Einblick uns versagt ist.Google Scholar
  44. 1.
    Pfeffer, Ferdinand v.: Der Einfluß der Arbeitslosigkeit und der Konjunktur auf die Kriminalität der Jahre 1926–1933, S. 21, Bonner Diss. 1956.Google Scholar
  45. 2.
    Siehe Wagemanns Arbeitslosigkeitsbilanz bei Pfeffer, S. 24.Google Scholar
  46. 3.
    Mit Recht betont Pfeffer, daß die bei den Arbeitsämtern als arbeitslos gemeldeten Arbeitnehmer in keiner Weise die tatsächliche Höhe wiedergeben (S. 24). „Auch die Zahl der ‚beschäftigten Arbeitnehmer‘ ist in Wirklichkeit nur die Zahl der bei den Krankenkassen als beschäftigt gemeldeten Arbeitnehmer.“Google Scholar
  47. 4.
    Bautätigkeit im Winter beispielsweise.Google Scholar
  48. 1.
    Der Rest sind Berufslose und Angehörige.Google Scholar
  49. 2.
    Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden, S. 366, 367, Jena 1935.Google Scholar
  50. 3.
    Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden 1933, S. 527; 1935, S. 375. — Wahrscheinlich gehören auch aus Rassegründen Benachteiligte hierher, die 1933 und 1934 ins Ausland gingen und unter der Depression nur indirekt zu leiden hatten. Aber auch aus Amerika wanderten von 1932 bis 1934 mehr Menschen ab, als in das Land herüberkamen. Siehe die Zahlen bei Elliott and Merrill I, S. 587.Google Scholar
  51. 1.
    Unter den deutschen Industriearbeitern waren arbeitslos*:Google Scholar
  52. 1.
    West, William: Plainville, USA, S. 149, New York 1946.Google Scholar
  53. 2.
    Nachdem er drei Tage gehungert hat, macht der Grüne Heinrich eine ungewohnte Beobachtung: „In diesem Augenblick der Not“, schreibt er (Bd. IV, S. 63), „aber sammelten sich meine paar Lebensgeister und hielten Ratsversammlung gleich den Bürgern einer belagerten Stadt, deren Anführer darniederliegt. Sie beschlossen, zu einer außerordentlichen verjährten Maßregel zurückzukehren und sich unmittelbar an die göttliche Vorsehung zu wenden. Ich hörte aufmerksam zu und störte sie nicht, und so sah ich denn auf dem dämmernden Grund meiner Seele etwas wie ein Gebet sich entwickeln… Mögen sie’s in Gottes Namen probieren, dachte ich, es wird jedenfalls nicht schaden, etwas Böses ist es nie gewesen …“Google Scholar
  54. 8.
    Der Anteil schwankt zwischen 8,3% (1903) und 16,5% (1946). Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik, S. 52, Wiesbaden 1957.Google Scholar
  55. 1.
    Sie stiegen von 1932 mit 2074042 Geburten auf 2934860 im Jahre 1943 an. Stat. Abstract of the United States 1947, S. 67, Washington 1947.Google Scholar
  56. 2.
    Anlehnung an den Mitmenschen ist der erste Schritt zur schützenden Herdenbildung.Google Scholar
  57. 3.
    Elliott and Merrill I, S. 439.Google Scholar
  58. 4.
    Siehe Thompson: Population problems, I, S. 217.Google Scholar
  59. 5.
    Reuter, Edward B.: Population problems, S. 212, Philadelphia 1937.Google Scholar
  60. 6.
    Patients in hospitals for mental diseases 1933, S. 90, Washington 1935. — Es läßt sich nicht feststellen, ob und wie weit eine erschwerte Aufnahmepraxis diese Abnahme mitbestimmt hat.Google Scholar
  61. 1.
    Roesner, Ernst: Artikel Selbstmord in Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. I, S. 572, Berlin 1934.Google Scholar
  62. 2.
    Polizeiliche Kriminalstatistik 1960, S. 106, Wiesbaden 1961.Google Scholar
  63. 3.
    Roesner: Selbstmord, Bd. I, S. 551.Google Scholar
  64. 1.
    Taft, Donald R.: Criminology, S. 127, New York 1950.Google Scholar
  65. 2.
    „Im Jahre 1924 wird von den in einem Verband zusammengeschlossenen Gesellschaften … etwas über eine viertel Million, im Jahre 1930 bereits über 9 ½ Millionen Mark für Selbstmordfälle ausgezahlt; im Jahr darauf steigen die Selbstmordfälle weiter um 50%, die auszuzahlenden Summen aber um 100% ; die Hochversicherten begehen also im Jahre 1931 relativ häufiger Selbstmord.“ Weich-brodt, R.: Der Selbstmord, S. 163, Basel 1937.Google Scholar
  66. 3.
    Sttgrtje, Thomas, and Edmund W. Starling: Starling of the White House, S. 287, Chicago 1946.Google Scholar
  67. 4.
    v. Pfeffer, S. 10.Google Scholar
  68. 5.
    Ebenda, S. 11.Google Scholar
  69. 6.
    Ebenda, S. 89.Google Scholar
  70. 7.
    Ebenda, S. 92.Google Scholar
  71. 8.
    „Es hatte in der Periode 1835–1861 im bayerischen Gebiet diesseits des Rheins so ziemlich jeder Sechser, um den das Getreide im Preise gestiegen ist, auf je 100000 Einwohner einen Diebstahl mehr hervorgerufen.“ Nach Georg v. Mayrs Statistik der Gesellschaftslehre, zit. von Aschaffenburg, S. 118.Google Scholar
  72. 1.
    Schwarze Tabakarbeiterinnen erhielten in der Depression so niedrige Löhne, daß sie von der Wohlfahrt unterstützt werden mußten, galten trotzdem aber als beschäftigt. The Negro woman worker, S. 7, Washington 1938. Die Feststellung wurde vom U.S. Labor Department getroffen.Google Scholar
  73. 2.
    Siehe die Bemerkungen bei Elliott and Merrlll I, S. 328, über betrügerische Finanziers.Google Scholar
  74. 3.
    Dumond, D. L.: A history of the United States, S. 810, New York 1942.Google Scholar
  75. 4.
    Dumond spricht an anderer Stelle (S. 799) von 15 Millionen.Google Scholar
  76. 5.
    Ebenda, S. 570.Google Scholar
  77. 1.
    Hicks, John D.: The American nation, S. 84 u. 85, Boston 1946.Google Scholar
  78. 2.
    „Das ganze Kapitel“, schrieb die Financial Commercial and Financial Chronicle vom 19. April 1879, „von den Versicherungsskandalen ist so trübe … daß, wenn wir auch Raum und Daten hätten, wir nicht den Wunsch haben, in Einzelheiten zu gehen.“ Hicks, S. 86.Google Scholar
  79. 3.
    Abstract of the 15th Census of the United States, S. 15, Washington 1933.Google Scholar
  80. 4.
    Elliott and Merrill I, S. 601.Google Scholar
  81. 1.
    Berechnet nach den Zahlen in Statistical Review 1940, S. 39.Google Scholar
  82. 1.
    Statistical Abstract 1947, S. 896.Google Scholar
  83. 2.
    Elliott and Merbill I, S. 602.Google Scholar
  84. 3.
    Eine von Booth (Life and labor of the people of London in Men without work. A report made to the Pilgrim Trust, S. 102ff., Cambridge 1938) aufgestellte Verdienstkurve hat heute noch cum grano salis Geltung. Danach ist der jugendliche Arbeiter Anfang der Zwanzigerjahre verhältnismäßig reich. „Wenn er aber heiratet und eine Familie heranwächst, wird er immer ärmer, bis er mit einer großen Familie von kleinen Kindern sehr leicht unter der Schwelle der Armut lebt… Dann kommt eine Zeit, wenn die Kinder anfangen, die Schule zu verlassen und selbst etwas zu verdienen. Jetzt bessert sich die Lage der Familie.“ Richtig daran ist jedenfalls die Beobachtung, daß die Wirkung der Arbeitslosigkeit, je nach Alter, Familienstand, der Zahl der Kinder und ihrer Jahre, differiert, selbst wenn die Unterstützung auf die Kinder Rücksicht nimmt.Google Scholar
  85. 1.
    East, William Norwood: Forensic psychiatry, S. 254, London 1927.Google Scholar
  86. 2.
    Men without work, S. 135.Google Scholar
  87. 1.
    Tappan, Paul W.: Juvenile delinquency, S. 143, New York 1949.CrossRefGoogle Scholar
  88. 2.
    Siehe die Kurve der Zahlungseinstellungen bei Jacquaet, Camille: Essais de statistique morale: I, Suicide, S. 47–56, Brüssel 1908.Google Scholar
  89. 2a.
    Siehe auch die hübsche Tabelle ansteigender Selbstmorde und absteigender Tötungen nach 1930 bei Bemmelen, J. M. van: Criminologie, S. 196, Zwolle 1952.Google Scholar
  90. 3.
    Sugrue, Thomas, and Edmund W. Starling: Starling of the White House, S. 287, Chicago 1946.Google Scholar
  91. 4.
    Ginzberg, Eli: The Unemployed, S. 77, New York 1943.Google Scholar
  92. 5.
    „Man sollte annehmen, daß Arbeitslosigkeit den Geschlechtstrieb aufreizt, aber unsere Erfahrung deutet in der entgegengesetzten Richtung. Verlust der Stellung, Verlust der Arbeit, Verlust der sozialen Stellung sind sexuell enervierend.“ Ebenda, S. 159.Google Scholar
  93. 6.
    Adler, Polly: A house is not a home, S. 127, New York 1956. — „Andere, die sich nur gelegentlich eingefunden hatten, kamen Nacht für Nacht und führten sich wie Satyrn auf.“ Man möchte, wenn man von dieser Ambivalenz hört, das Zahlenverhältnis von plus und minus kennen.Google Scholar
  94. 7.
    Taft, Donald K.: Criminology, S. 128, New York 1950.Google Scholar
  95. 1.
    Adler, Polly, S. 58. Sie leitete ein luxuriöses öffentliches Haus.Google Scholar
  96. 2.
    Ginzberg, S. 77, 78.Google Scholar
  97. 1.
    Am 6. Oktober 1931 wurde vom Reichspräsidenten eine Verordnung erlassen, wonach das Gericht bei leichter und gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch und einfacher Sachbeschädigung in den Fällen des Privatklageverfahrens zur Einstellung kommen konnte, wenn die Schuld des Beklagten gering und die Folgen der Tat unbedeutend waren, v. Pfeffeb, S. 102.Google Scholar
  98. 2.
    Teilweise wird die Erregung des Jahres 1933 andere Stimulantien ersetzt haben.Google Scholar
  99. 1.
    Siehe die widerspruchsvollen Schätzungen für die Vereinigten Staaten bei Elliott and Merrill I, S. 156.Google Scholar
  100. 2.
    Roesner in Handwörterbuch der Kriminologie, Bd. II, S. 436.Google Scholar
  101. 3.
    Die Verordnung vom 11. Dezember 1918 wurde durch das Gesetz vom 18. Februar 1927 abgelöst. § 5 ist Antragsdelikt und hat eine kurze Verjährungsfrist.Google Scholar
  102. 1.
    Exner, S. 65.Google Scholar
  103. 2.
    Exner, S. 70.Google Scholar
  104. 1.
    Meier, Otto (Dunkelziffer oder Dunkelfeld, S. 60, Bonner Diss. 1956) hält das Dunkelfeld beim Betruge für erheblich höher als beim Diebstahl, mit guten Gründen, wie ich meine.Google Scholar
  105. 2.
    Recken, H. M.: Das Delikt des Betruges, S. 54, Bonner Diss. 1957.Google Scholar
  106. 1.
    Recken, S. 42.Google Scholar
  107. 1.
    Siehe meinen „Betrug“, S. 36; über Einstellungen siehe Recken, S. 20ff. In den Jahren 1945–1951 wurden in Krefeld 66,3 % aller Eingänge durch Staats- oder Amtsanwalt eingestellt.Google Scholar
  108. 1.
    Mannheim, Hermann: Social aspects of crime in England between the wars S. off., London 1940.Google Scholar
  109. 2.
    Inside the С I. D., S. 96, London 1959.Google Scholar
  110. 3.
    Siehe den Fall bei Spencer, John: Crime and the services, S. 127, London 1954.Google Scholar
  111. 4.
    Über die Etymologie von „Kittchen“ siehe Wolf, Siegmund A.: Wörterbuch des Rotwelschen, S. 166, Wiesbaden u. Mannheim 1956.Google Scholar
  112. 5.
    Lessing, Theodor: Haarmann, S. 48, Berlin 1925.Google Scholar
  113. 6.
    Haarmann mietet einen Laden mit Hinterzimmer. „Es begann dort ein Betrieb, der den Hausbewohnern immer rätselhafter und unheimlicher wurde. Aus und ein flogen junge Leute. Sie brachten Rucksäcke mit Fleisch. Nachts hörten die Nachbarn ein Hacken und Klopfen. Sie nahmen an, daß Haarmann das zu seinem Schleichhandel ‚gehamsterte‘ Fleisch zerlege.“ Ebenda, S. 49. — Was zerstückelt wurde, waren die Opfer von Haarmanns kranker Gier der Sinne, die zweimal ausgebeutet und verhökert wurden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Hans von Hentig
    • 1
  1. 1.Universität BonnDeutschland

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