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Der Reguliervorgang beim Tirrillregler ohne Berücksichtigung der Relaisverzögerung

  • Hans Thoma

Zusammenfassung

Das Arbeiten des Tirrillreglers soll zunächst untersucht werden unter Vernachlässigung der fortgesetzten Oszillationen der Erregerspannung und unter Vernachlässigung der Verzögerung in der Einwirkung des Spannungsmessers auf die Erregerspannung, welche durch die Anwendung der Zwischenrelais verursacht wird. Auch sollen die Bewegungen des Spannungsmessers so langsam sein, daß die Erregerspannung und mit ihr der Zittermagnet dem Spannungsmesser sofort nachfolgen können. Unter diesen vereinfachten Annahmen läßt sich das Verhalten des Reglers mit wenigen einfachen Gleichungen beschreiben.

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Literature

  1. 1).
    A. Schwaiger hat in seiner Schrift „Das Regulierproblem in der Elektrotechnik“ (Leipzig 1909, Seite 90) den Reguliervorgang beim Tirrillregler unter folgender Voraussetzung untersucht: Die Ölbremse am Spannungsmesser soll gerade so eingestellt sein, daß sich derselbe immer so schnell bewegt, als der Erregungsgeschwindigkeit der Erregermaschine entspricht. Sieht man der Einfachheit halber von der Masse des Spannungsmessers ab, so ist seine Geschwindigkeit bei fest eingestellter Ölbremse der Differenz des Momentanwertes der Generatoi Spannung und ihres normalen Wertes, bei welcher der Spannungsmesser im Gleichgewicht ist, proportional und mit dieser veränderlich. Auch wenn man dem Spannungsmesser eine Unempfindlichkeit, d. h. konstante Reibung in seinen Gelenken, zuschreibt, wird hieran nichts geändert, wenn man je nach der augenblicklichen Richtung seiner Bewegung zwei verschiedene, um die Unempfindlichkeit voneinander entfernte Gleichgewichtswerte der Generatorspannung unterscheidet. Die von Schwaiger gemachte Voraussetzung ist daher überhaupt unerfüllbar und führt zu Trugschlüssen.Google Scholar
  2. 1).
    Differentiationen nach der Zeit sind durch Striche bezeichnet.Google Scholar
  3. 1).
    Sofern ihm der Zittermagnet nicht im Wege ist.Google Scholar
  4. 1).
    Auch bei der Kraftmaschinenregelung hat Tu die Bedeutung einer Zeitkonstanten, welche man sich folgendermaßen veranschaulichen kann. Hat man eine Kraftmaschine, bei welcher, auch bei festgestellter Steuerung, die Differenz der Momente von Kraft- und Arbeibsmaschine mit der Umlaufgeschwindigkeit abnimmt, wie z. B. eine Dampfmaschine, welche eine Kreiselpumpe treibt, so entspricht innerhalb gewisser Grenzen jeder Stellung der Steuerung im Beharrungszustande ein bestimmter Wert der Umlaufgeschwindigkeit. Verstellt man nun einmal plötzlich die Steuerung, so strebt die Umlaufgeschwindigkeit langsam einem neuen Werte zu, z. B. u0. Bei diesem Vorgange verläuft die Umlaufgeschwindigkeit des Maschinensatzes nach einer Exponentialfunktion der Zeit von der Form (math) worin u0 die Umlaufgeschwindigkeit in dem neuen Beharrungszustande, Tu die schon oben definierte Zeitkonstante, t die Zeit, ε die Basis des natürlichen Logarithmensystems bedeuten.Google Scholar
  5. 1).
    Den Hinweis auf diesen Satz verdanke ich Herrn Dr. L. Föppl in Göttingen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Hans Thoma
    • 1
  1. 1.GothaDeutschland

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