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Die Anaphylaktogene

  • R. Doerr

Zusammenfassung

Als Anaphylaktogene sind Stoffe zu bezeichnen, mit denen das aktiv anaphylaktische und mit gewissen Einschränkungen auch das passiv anaphylaktische Experiment ausgeführt werden kann. Da sie im aktiv anaphylaktischen Versuch zweimal in Funktion treten, indem sie einerseits „sensibilisieren“, d. h. die Antikörperproduktion in Gang setzen, und anderseits schockauslösend wirken, indem sie mit dem vorhandenen Antikörper abreagieren, müssen sie zu den Vollantigenen gehören, welche sowohl die antikörperbildende Fähigkeit als auch das spezifische Bindungsvermögen besitzen; das Bindungsvermögen allein, das auch den Halbantigenen (Haptenen) zukommt, genügt nicht, indem Substanzen dieser Art wohl schockauslösend wirken können, wenn eine Sensibilisierung mit einem Vollantigen von gleicher serologischer Spezifität vorausgegangen ist, aber selbst nicht zu sensibilisieren imstande sind. Die typischen Anaphylaktogene sind durchwegs Proteine [R. Doerr (1929a, S. 807)]; fast alle anaphylaktischen Versuche wurden mit artfremden Sera, Ovalbumin, Phytalbuminen und anderen Eiweißkörpern von ähnlicher Beschaffenheit durchgeführt, weil man der sensibilisierenden Fähigkeiten von vornherein gewiß war, auch wenn man nur mit sehr kleinen Mengen operierte (s. S. 21).

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1950

Authors and Affiliations

  • R. Doerr
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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