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Zusammenfassung

Die elektrotechnischen Spezialfabriken können nach den vorangegangenen Ausführungen in einfacher Weise wie folgt definiert werden: Alle elektrotechnischen Fabrikbetriebe, die nicht in den wirtschaftlichen und kapitalistischen Bereich der beiden Elektro-Konzerne fallen, gehören zur Gruppe der Spezialfirmen. Wir müssen aber auf diese Definition noch etwas näher eingehen. Streng genommen bedeutet „Spezial-Fabrikation“ die Beschränkung auf ein technisch wie wirtschaftlich streng abgegrenztes Teilgebiet, also z. B. auf elektrische Maschinen, Messinstrumente, Glühlampen usw., wobei natürlich jede dieser Teilindustrien ihrerseits wieder in Unterabteilungen zerfallen kann, auf die es aber bei dieser Betrachtung nicht ankommt. Diese Spezialfabriken im engsten Sinne des Wortes sind auch tatsächlich in der Elektro-Industrie heute noch überwiegend.

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Referenzen

  1. *).
    Die Bezeichnungen „Spezialfirma“ und „Grossfirma“ sind strenggenommen nicht ganz korrekt, denn nach der obigen Definition können zu den Spezialfabriken auch ganz grosse Unternehmungen mit umfassendem Fabrikationsprogramm gehören, und andererseits sind Unternehmerfirmen mit verhältnismässig bescheidener Fabrikation denkbar, die aber nach unserer Erklärung ebenfalls zu den Grossfirmen gehören würden. Wir folgen aber in der Anwendung der Bezeichnungen dem Sprachgebrauch.Google Scholar
  2. *).
    Da in der elektrotechnischen Industrie das investierte Kapital etwa einmal jährlich umgesetzt wird, kann das gesamte arbeitende Kapital der Spezialfabriken zu etwa 500 Millionen Mark angenommen werden.Google Scholar
  3. *).
    Ganz ohne Installationsorgane sind sie aber doch nicht ausgekommen, da bei grossen Maschinen Installation und Inbetriebsetzung eben nicht von gänzlich fremden Organen vorgenommen werden können ; die Deutschen Elektrizitätswerke stehen im engen Verhältnis zu den in einigen deutschen Städten bestehenden „Baugesellschaften für elektrische Anlagen“, die aber nichtsdestoweniger als selbständige Unternehmungen anzusehen sindGoogle Scholar
  4. *).
    Der letzte Geschäftsbericht der A. E. GL stellt einen Rückgang in der Bogenlampenerzeugung fest.Google Scholar
  5. *).
    Während der Drucklegung — September 1914 — sind Halbwattlampen bis zu 200 Kerzen und 220 Volt, ja sogar solche von 100 Kerzen und 110 Volt auf dem Markte erschienen.Google Scholar
  6. *).
    Der Anteil von Auer mit 24 Millionen, derjenige der beiden Grossfirmen einschliesslich Bergmann mit 38 Millionen Stück geschätzt.Google Scholar
  7. *).
    Die folgenden Angaben sind im wesentlichen einem Aufsatze von Dr. Fasolt in Heft 50 und 51 der „Elektrotechnischen Zeitschrift“ 1913 entnommen.Google Scholar
  8. *).
    Das Starkstromkabel-Kartell läuft vertraglich am 31. Dezember 1914 ab; gegenwärtig — Juli 1914 — sind Vorverhandlungen über seine Erneuerung eingeleitet worden. Angeblich ist bisher eine Einigung über die Quotenansprüche noch nicht erzielt worden, und das Kartell ist von verschiedenen seiner Mitglieder gekündigt worden, was aber wohl mehr als formeller Schritt anzuzehen ist, um mehr Freiheit zur Geltendmachung neuer Ansprüche zu haben. Jedenfalls ist bei der Erneuerung mit gewissen Schwierigkeiten zu rechnen, da das neue Kabelwerk der zur Brown, BoveriGruppe gehörigen Rheinischen Draht- & Kabelwerke G m. b. H., Köln-Riehl, seinen Betrieb aufgenommen hat, und ferner die Kabelgesellschaft in Charleroi dem Kartell einen zunehmenden Wettbewerb bereitet.Google Scholar
  9. **).
    Privatnotierung, da nicht an der Börse eingeführt.Google Scholar
  10. ***).
    Privatnotierung, da nicht an der Börse eingeführt.Google Scholar
  11. *).
    1909 Fusion der Heddernheimer Kupferwerke und Süddeutschen Kabelwerke.Google Scholar
  12. *).
    Die Dynamo-Schwachstrom- und wetterfesten Leitungen sowie gewisse Sorten von Handlampenkabeln fallen nicht unter die Konvention. Ihr Verkauf ist den einzelnen Werken freigegeben. Es herrscht hier nach wie vor ein heftiger Konkurrenzkampf, und besonders über die Preise der Dynamodrähte wird sehr geklagt.Google Scholar
  13. *).
    Aktienkapital, Dividende etc. siehe unter Kabelwerke.Google Scholar
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    Siehe auch unter den Fabriken isolierter Drähte.Google Scholar
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    Inzwischen hat der Kampf gegen die Isolierrohrfabriken ausser Kartell schon zu Preisen geführt, die noch unter den doch gewiss schon schlechten Preisen der vorsyndikatlichen Zeit liegen. Nach den bisherigen Erfahrungen erscheint es fast ausgeschlossen, dass das Isolierrohrkartell sein Ziel der Preisverbesserung dauernd erreicht.Google Scholar
  16. *).
    Ara 1. April 1909 waren es erst 37 721 K. W.; die Zunahme innerhalb von 4 Jahren beträgt also über 100%.Google Scholar
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    G. Dettmar, Die Elektrizität im Hause, Berlin 1911.Google Scholar
  18. *).
    Laut Zeitungsnotizen ist in Berlin die Aufnahme des elektrischen Omnibusbetriebs ins Auge gefasst.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1915

Authors and Affiliations

  • D. Blumenthal

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