Der Niedergang der Stereoskopie in den sechziger Jahren

  • Moritz von Rohr
Part of the Naturwissenschaftliche Monographien und Lehrbücher book series (NAMOL, volume 2)

Zusammenfassung

Zunächst war in dem neuen Jahrzehnt kein Mangel an Teilnahme zu bemerken, was sich namentlich bei der Entwicklung der binokularen Mikroskopie erkennen läßt. Die Veränderungen, die sich bei der Darstellung und Behandlung der allgemeinen Stereoskopie zeigen, lassen sich ungezwungen aus der Annahme erklären, es wären die photographi-schen Verfahren in ihrer Anwendung auf die Stereoskopie bereits so weit durchgearbeitet gewesen, daß man von einer eingehenderen Besprechung absehen konnte. Wahrscheinlich fielen aus diesem Grunde die Angaben über die Aufnahmegeräte und -verfahren dieser Zeit besonders dürftig aus.

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Referenzen

  1. 1).
    Ich verdanke diese Angaben der liebenswürdigen Hilfsbereitschaft von Herrn O. K. Kaspereit.Google Scholar
  2. 1).
    Die folgenden näheren Angaben über diese in zahlreiche physikalische Lehrbücher übergegangene Anlage sind wohl von Wert. In der von Quintin Hogg gegegründeten Londoner Fortbildungsanstalt (Polytechnic Institution) wurden auch in ziemlich großem Umfange allgemein verständliche physikalische Unterhaltungen dargeboten, wie Lebensrad, Taucherglocke, Schirmbilder u. ä. Das Eintrittsgeld betrug 1 M., und in den fünfziger und sechziger Jahren gehörte dieses wissenschaftliche Theater zu den stark besuchten Sehenswürdigkeiten Londons. Zu der Zeit, wo der Anteil an spiritistischen Vorführungen sehr lebhaft war, zeigte ein Angestellter (Honorary Director) des Unternehmens, der Professor der Chemie J. H. Pepper, großes Geschick bei der Lösung der Aufgabe, einer großen Zuhörerschaft Geister erscheinen zu lassen. Wie es in der Monatsschrift „The Lantern Record” 1900, S. 30, geschildert wird, benutzte er dazu die Dircksische Anlage, brachte aber den wahren Erfinder um seinen Anteil, was man aus einer Darstellung des bitter gekränkten H. Dircks (3.) entnehmen kann. Der Zulauf war ungeheuer; wird doch berichtet, daß diese Darbietungen in den ersten sechs Monaten den gewaltigen Ertrag von ¼ Million Mark einbrachten. Nach seiner Trennung von der Anstalt ging J. H. Pepper nach Australien und setzte dort sein Vermögen zu mit aussichtslosen Versuchen, durch Sprengschüsse in den höheren Luftschichten Regen herbeizuführen. Er starb in den ersten Monaten des Jahres 1900.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Moritz von Rohr
    • 1
    • 2
  1. 1.Optischen Werkstätte von Carl ZeissJenaDeutschland
  2. 2.Universität JenaDeutschland

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