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Einleitung. Allgemeine Regeln für Massage und Gymnastik

  • Toby Cohn

Zusammenfassung

Es ist eine alte Streitfrage, ob die Mechanotherapie ein Gebiet ist, dessen praktische Bearbeitung ausschließlich dem Arzte reserviert werden muß, oder ob sie auch Laien zugänglich sein soU. Tatsächlich hat sich in den meisten Ländern — auch in Deutschland — eine besondere Klasse von Gewerbetreibenden gebildet, deren Mitglieder sich mit der Anwendung der Massage beschäftigen; in den nordischen Ländern liegt auch die Gymnastik, die bei uns vorwiegend in den mediko-mechanischen Instituten, Kliniken, Sanatorien usw. ausgeübt wird, in Laienhänden. Die Stellung der Autoren zur Frage dieser Masseure oder Gy mnasten ist nicht gleichmäßig. Während manche (z. B. Hoffa) ein Verbot jeder Laienmassage fordern, geben andere (Kleen, Zabludowski usw.) den Laien1) einen großen Teil der praktischen Mechanotherapie preis, verlangen nur ärztliche Überwachung und Indikationsstellung und reservieren dem Arzte gewisse Spezialgebiete. Die Nervenkrankheiten gehören zum größten Teil zu den Reservaten, die nach allgemeinem Urteil ärztliche Vorbildung verlangen: die Behandlung einer Neuralgie, einer Atrophie, einer Beschäftigungsneurose, der Impotenz usw. durch Laien ist, wenn nicht gänzlich unstatthaft, so doch mindestens unzureichend.

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Referenzen

  1. 1).
    Zabludowski, Ewer u. a. befürworten übrigens auch die Beschäftigung von Blinden mit Massage.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. Toby Cohn, Vorwort zu „Die palpablen Gebilde des normalen menschlichen Körpers und deren methodische Palpation“ (s. Iiteratarverzeichnis).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • Toby Cohn
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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