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Bewegung mit Widerständen

  • Rudolf Escher

Zusammenfassung

Es handelt sich hierbei um Verluste an kinetischer Energie, die zur Aufrechthaltung der Bewegung immer wieder aufs neue aus der vorrätigen Spannungsenergie gedeckt werden müssen; sie äußern sich als Druckverluste und werden als solche gemessen. Bei der Bewegung längs einer Kanalwand werden die anliegenden Teilchen durch die Adhäsion und durch die Rauhigkeiten zurückgehalten und verzögert. Durch die Berührung mit den weiter abliegenden, rascher strömenden Wasserteilchen werden sie in eine wirbelnde Bewegung versetzt. Die Wirbel lösen sich ab und verlieren sich im Strom, der sie mitreißt und neu beschleunigt1). So erfährt ein Teil des Wassers eine abwechselnde Verzögerung und Beschleunigung: an den Wänden wird Bewegungsenergie vernichtet; der Verlust wird weiter innen auf Rechnung der Energie des Wasserstromes wieder ersetzt; was aber dem Strom an kinetischer Energie verloren geht, muß aus dem Vorrat an Spannungsenergie oder Druck immer wieder ergänzt werden, wenn der Beharrungszustand aufrecht erhalten werden soll. Zwar geht die Energie insofern nicht verloren, als sie in Form von Wärme umgesetzt wird.

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Literatur

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    Ganz ähnliche, nur umgekehrte Vorgänge kann man bei einer Wasserfahrt beobachten, namentlich im Meerwasser. Man sieht, wie Teile des Wassers von der Schiffshaut mitgerissen werden, sich wirbelnd ablösen und im ruhenden Wasser verlieren.Google Scholar
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    Gewöhnlich glaubt man, daß man das Wasser nur langsam und sachte beschleunigen oder die Mündung nur allmählich zusammenziehen dürfe. Gerade das Gegenteil ist richtig! Fig. 64 zeigt in punktierten Linien, wie der Reibungsverlust größer wird, wenn man die Mündung schlank auszieht.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • Rudolf Escher
    • 1
  1. 1.Technischen HochschuleZürichSchweiz

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