Zusammenfassung

Die Ergebnisse der Feststellungen lauten dahin:
  1. 1.

    Eine wesentliche Verteuerung des Leuehtöls würde einen Verbrauehsrückgang zugunsten der billigeren Leuchtmittel Gas und Elektrizität zur Folge haben, würde also dem Verkäufer selbst schaden und ist daher von der Standard Oil Co. nicht zu erwarten.

     
  2. 2.

    Die Standard Oil Co. kann als Monopollieferant nicht in Betracht kommen, das Leuchtöl muß also aus Galizien, Rußland, Rumänien und von der unabhängigen amerikanischen Industrie bezogen werden. Galizien wird nur ein geringes Quantum zu hohen Preisen und, sofern sich die Produktion nicht hebt, in den nächsten Jahren gar nichts zur Verfügung haben. Rußland kann wegen rückgängiger Produktion und zunehmendem Inlandsverbrauch nichts liefern. Von Rumänien kann ein größerer Bezug als bisher ermöglicht werden, doch ist auch hier mit einer Verteuerung zu rechnen, da Rumänien leicht Absatz für seine Produkte findet. Die unabhängigen Amerikaner werden, wenn überhaupt, erst in einigen Jahren und zu höheren Preisen liefern können. Die Versorgung Deutschlands unter Ausschaltung der Standard Oil Co. zu den bisherigen Preisen ist nicht möglich, da am Weltmarkt kein Leuchtöl-überfluß besteht.

     

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Erhard Schmidt

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