Die Doppelsterne und die mehrfachen Sterne

  • Otto Ule

Zusammenfassung

Viele Billionen Meilen weit haben wir uns über unsre Erde, über unser Sonnensystem erhoben. Erde und irdisches Maß sind vergessen; denn das Sonnensystem selbst ist längst zu einem Punkte geschwunden. Hier gebraucht selbst der schnelle Flung des Lichtes Jahre, um die Räume von einer Welt zur andern zu durchmessen. Der Himmel hat jetzt eine andre Bedeutung für uns gewonnen. In solchen Entfernungen erweitern sich die kleinsten Räume zu gewaltigen Weiten. Ein Pünktchen von der Größe der Venuscheibe dehnt sich in den Fernen der Wega zu einer Größe von vielen Millionen Meilen aus, zu einer Größe, die weit den Umfang unsres gesamten Sonnensystems übertrifft. Sollte die Hoffnung nicht berechtigt sein, daß in solchen Räumen auch neue Wunder sich auftun werden? Sollte nicht, wie das Mikroskop den Wassertropfen in eine Lebenswelt verwandelt, so daß Teleskop auch den Lichttropsen am Himmel zu einer wunderreichen Welt erweitern! Es ist Zeit, daß wir uns nach diesen Wundern umschauen, daß wir auch dem Auge nahe rücken, was dem erwägenden Gedanken und messenden Verstande durch die Zahl schon genähert ist.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

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  • Otto Ule

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