Advertisement

Anfertigung schwierigerer Präparate

  • P. Mayer

Zusammenfassung

Bei der Anfertigung schwieriger Präparate spielen mehrere Arten von kleinen Instrumenten und optischen Hilfsmitteln eine wichtige Rolle. In erster Linie seien von jenen die Nadeln genannt. Man kommt zumeist mit ganz gewöhnlichen Nähoder Stecknadeln aus, jedoch muß man den letzteren die Köpfe mit einer Zange abkneifen, auch dürfen es keine aus Messing sein. Man könnte glauben, je feiner die Nadel, desto besser. Ganz im Gegenteil: die Nadel selbst sei recht stark, etwa Nr. 8–10, oder geradezu eine Stopfnadel. Denn sie darf nicht elastisch sein und sich beim Druck auf sie nicht biegen. Man faßt sie in geeignete Stiele aus Holz, Spanischem Rohr oder Knochen; auch die Borsten der Stachelschweine taugen hierzu sehr gut, und man hat dabei die Wahl in der Dicke und Länge. Selbst Bleistifte lassen sich benutzen, indem man den Graphit soweit wie nötig ausbohrt und nun die Nadel mit Siegellack einkittet. Sehr bequem sind die Nadelhalter mit Schraubenkopf: sie gestatten Nadeln von verschiedenem Kaliber aufzunehmen und machen das Einkitten überflüssig. Für manche Zwecke sind Nadeln aus einer Legierung, die nicht rostet und von Säuren nicht leicht angegriffen wird, dem sog. Nickelin, empfehlenswert, und in ganz besonderen Fällen braucht man sogar Igel- oder Kaktusstacheln, die man leicht in den richtigen Dicken erhält.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • P. Mayer
    • 1
  1. 1.JenaDeutschland

Personalised recommendations