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Zusammenfassung

Boyle fand 1662 und Mariotte 1676, daß bei Änderung des Druckes ρ eines auf konstanter Temperatur gehaltenen Gases sein spez. Volum υ sich umgekehrt proportional zum Druck ändert. Das Produkt
$$ pv = f\left( t \right) $$
(33)
hängt demnach nur von der Art des Gases und von seiner Temperatur ab. Gay-Lussac fand 1802, daß sich alle Gase unter konstantem Druck bei Erwärmung von 0° auf 100° um denselben Bruchteil ihres Volums ausdehnen, der durch neuere Messungen zu 100/273,15 bestimmt wurde. Der Ausdehnungskoeffizient der Gase, d. h. die je Grad Temperatur-Steigerung auftretende Volumzunahme im Vergleich zum Volum υ0 bei 0°, ist also
$$ \beta = 1/273,15^\circ $$
(34)
und das Volum bei der Temperatur t geben wir an durch die Gleichung
$$ v = {v_0}\left( {1 + \beta t} \right) $$
(35)
.

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Literatur

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    Die Grundkonstanten der Physik, wie die allgemeine Gaskonstante, die Loschmidtsche Zahl, das Wirkungsquantum, die Lichtgeschwindigkeit usw. wollen wir durch Fettdruck kennzeichnen.Google Scholar
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    Z. Physik Bd. 33 (1935), S. 1.Google Scholar
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    Dies Ergebnis ist aber keine unabhängige Eigenschaft des vollkommenen Gases. Man kann es vielmehr, wie wir auf S. 102 sehen werden, mit Hilfe des zweiten Hauptsatzes aus der Zustandsgieichung pv = BT ableiten. Die Erfüllung dieser Zustandsgieichung ist allein schon hinreichend für die Vollkommenheit eines Gases. Natürlich darf man dann die Temperatur nicht mit Hilfe dieser Gleichung definieren, sondern muß sie auf die thermodynamische Skala zurückführen.Google Scholar
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    Die Werte von H2, N2, O2, CO, H2O, CO2, CH4, SO2. Luft und Luftstick-stoff wurden durch Interpolieren der Tabellen von Wagman, Rossini und Mitarbeitern (NBS Research Paper RP 1634, Febr. 1945) ermittelt, die übrigen unter Benutzung von E. Justi, Spez. Wärme, Enthalpie, Entropie und Dissoziation technischer Gase und Dämpfe. Berlin 1938, Springer-Verlag. Im Luftstickstoff ist der Argongehalt berücksichtigt. Das Absinken der spez. Wärmen zwischen 0 und 200° bei OH und von 0 bis 100° bei NO entsteht dadurch, daß die Molekeln dieser Gase schon bei so niederer Temperatur Elektronen aus dem Grundzustand in angeregte Zustände höherer Energie übertreten lassen. Der damit verbundene Beitrag zur spez. Wärme nimmt mit steigender Temperatur wieder ab, weil mit zunehmender Häufigkeit der angeregten Zustände die einer kleinen Temperatursteigerung entsprechende Zahl der Übergänge zu höheren Energiestufen sich wieder vermindert.Google Scholar
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    Siehe Fußnote1 auf S. 52.Google Scholar
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    Vgl. R. Grammel, Ing. Arch. Bd. 2 (1931), S. 353.CrossRefMATHGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Ernst Schmidt
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule MünchenDeutschland

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