Zusammenfassung

Nächst den Zitronen, die weiter oben besprochen wurden, ist als wichtigste Kulturpflanze die Olive zu nennen, welche alle terrassenförmig bebauten Abhänge bis zur Höhe von 300 m schmückt, so daß das landschaftliche Bild der ganzen Strecke von Salò bis Gargnano (15 km) auch im Winter einen sommerlich grünen Anblick gewährt, zumal beim Herabsehen auf die Gegend von einem der Aussichtspunkte auf den Hügeln. Es ist die Riviera des Gardasees die nördlichste ausgedehntere Landschaft der Erde mit solch immergrüner Vegetation, da der Ölbaum bei —9° C erfriert. Die Stämme sind vielfach durch eine Krankheit des Holzes verunstaltet, zu deren Bekämpfung die ergriffenen Stellen ausgehauen werden. Der Baum verträgt das, zeigt aber dann oft abenteuerliche und phantastische Formen. Erst vor kurzem ist es dem ausgezeichneten Kenner der Baumkrankheiten, Professor R. Hartig in München, gelungen, die Ursache der Krankheit festzustellen. Er hatte dieselbe schon früher als durch Pilze verursacht erkannt und konnte nun an Fruchtträgern, die ich auf seine Veranlassung an kranken Oliven gefunden hatte, die Pilzart feststellen.

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Literatur

  1. 1).
    Ein schöner, formvollendeter, auch für Laien lesenswerter Aufsatz über Citrus und viele der andern hier erwähnten Pflanzen von Professor Straßburger findet sich im Januar- und Februarheft der Deutschen Rundschau 1893 unter der Überschrift: „Botanische Streifzüge an der Riviera“; auch als Buch erschienen, (Gustav Fischer, Jena 1904.)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • K. Koeniger

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