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Zusammenfassung

Je nach Art der Auflagerreaktionen können die ebenen Systeme in Balken und in Bogen eingeteilt werden. Bei den ersteren erzeugen lotrechte Lasten stets auch nur lotrechte Auflagerdrucke, dagegen üben die Bogen auf ihren Unterbau überdies noch einen seitlichen Schub aus, welcher daher mit Recht, da nur den Bogen eigentümlich, als Bogenkraft bezeichnet wird. Sie können wieder in Gewölbe oder Bogen im eigentlichen Sinne und in Steifrahmen unterschieden werden, je nachdem ihre Achse nach der Drucklinie geformt ist oder von derselben bedeutend abweicht, so daß im Verhältnis zu den Normalkräften große Biegungsmomente auftreten. Ein grundsätzlicher Unterschied besteht danach zwischen den beiden Bogenformen nicht. Äußerlich unterscheiden sich die Steifrahmen von den stetig gekrümmten Gewölben durch ihre eckigen Formen. Es werden daher nach dem heutigen Sprachgebrauche auch solche Systeme zu den Rahmen gerechnet, deren Achsen zwar ebenfalls mit der Drucklinie zusammenfallen, jedoch einen gebrochenen Linienzug aufweisen; für diese haben sich auch die Ausdrücke „Bockgestelle” oder auch kurz „Böcke” eingebürgert.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Richard Rossin

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