Erkrankungen des Glaskörpers

  • Ernst Engelking

Zusammenfassung

Der Glaskörper, der als festflüssiges Gel das Augeninnere ausfüllt, zeigt eine der Umgebung angepaßte Form: dort, wo ihm die Linse anliegt, besteht eine entsprechende Eindellung, die tellerförmige Grube (Fossa patellaris); nach vorn zu, also hinter der Linse und Zonula, weist die gallertige Masse eine deutliche Verdichtung auf. Diese wird als vordere Grenzschicht bezeichnet und hat insofern eine gewisse Bedeutung, als dadurch der Glaskörper auch nach Entfernung der Linse in seiner Form gehalten werden kann Die klinische Untersuchung des Glaskörpers erfolgt mittels der Methode der Durchleuchtung mit dem Lupenspiegel oder besser noch mit der Spaltlampe; in bestimmten Fällen bedient man sich dabei einer besonderen Vorsatzlinse (vgl. S. 12). Der Glaskörper ist wasserklar und durchsichtig und läßt makroskopisch normalerweise keine besondere Struktur erkennen, wenn auch mikroskopisch feinste Fasernetze beschrieben und andererseits im Spaltlampenbild fast immer gewisse Strukturen sichtbar sind. Echte Fasern im Glaskörper können als Abkömmlinge der Stützfasern der Netzhaut oder auch als Reste des den embryonalen Glaskörper von der Papille aus durchsetzenden, später verschwindenden Gefäßnetzes der A. hyaloidea vorkommen Ein organischer Zusammenhang mit der Innenfläche der Netzhaut besteht aber im postfetalen Leben nur noch ganz vorn in der Gegend des Corpus ciliare.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • Ernst Engelking
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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