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Strukturprinzipien

  • B. Vollmert

Zusammenfassung

Die einfachste Form, die ein Makromolekül1 haben kann, ist die einer unverzweigten Kette oder eines Fadens. Man spricht von ketten­förmigen Makromolekülen, Kettenmolekülen, Fadenmolekülen, Linear-kolloiden oder linear-makromolekularen Verbindungen. Das Bild der Kette ist vorzuziehen, weil die Makromoleküle — wie eine Kette — aus einer Vielzahl von Gliedern bestehen, sie haben Kettenstruktur. Man hat dabei weniger an eine Kette aus Ringgliedern zu denken, die man zu einem formlosen Haufen zusammensinken lassen kann, der nicht von einem Haufen einzelner Ringe zu unterscheiden ist, sondern eher an eine Perlenkette, die eine gewisse, je nach Art der Perlen, der Schnur und der Fertigung mehr oder weniger große Steifheit besitzt. Das schließt andererseits nicht aus, daß die linearen Makromoleküle in Lösung eine regellos geknäuelte Gestalt, etwa nach Art regelloser Faden- oder Drahtknäuel, annehmen können. Infolge der Wärmebewegung ist die Form der die Knäuel bildenden Makromoleküle einer fortwährenden, je nach Temperatur mehr oder weniger raschen Änderung unterworfen. Wie weit ein Makromolekül gestreckt oder geknäuelt ist, wie groß der Knäuelungsgrad ist, hängt von der Art der Kettenglieder, der Art der Bindungen und dem Lösungsmittel ab2.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • B. Vollmert
    • 1
  1. 1.Ludwigshafen/RheinDeutschland

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