Der Dampfdruck der Lösungen

  • Robert Lüpke
  • E. Bose

Zusammenfassung

Der maximale Dampfdruck einer Flüssigkeit bei bestimmter Temperatur läßt sich in Millimetern Quecksilber messen. Man hat nur nötig, eine etwa 80 cm lange und etwa 1 cm weite Glasröhre mit luftfreiem Quecksilber zu füllen, sie in einer Quecksilberwanne umzukehren und alsdann in ihr ein ungefähr 1 cm3 großes Fläschchen aufsteigen zu lassen, welches ganz mit der zu prüfenden Flüssigkeit gefüllt und mit einem lose aufgesetzten Glasstöpsel verschlossen ist. Letzterer wird, wenn das Fläschchen in das barometrische Vakuum gelangt, abgeworfen. Ein Teil der Flüssigkeit verdampft, und der Druck dieses Dampfes drückt das Quecksilber um eine bestimmte Anzahl von Millimetern herab, welche die maximale Dampfspannung der Flüssigkeit bei der Temperatur des Versuchs angibt. Mit der Ablesung des Quecksilberstandes hat man etwa 10 Minuten zu warten, und ferner ist es nötig, durch wiederholtes Neigen der Röhre ihre Wände gehörig zu benetzen. Die Größe des barometrischen Vakuums kommt für den gemessenen Dampfdruck nicht wesentlich in Betracht. Sie würde nur das Quantum des entstehenden Dampfes variieren, doch würde sich, solange noch Flüssigkeit vorhanden, stets der gleiche Dampfdruck einstellen. Das Resultat ist indessen unbrauchbar, wenn das Barometerrohr nicht völlig luftleer bleibt, sowie wenn die in Frage kommende Flüssigkeit Verunreinigungen enthält.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1907

Authors and Affiliations

  • Robert Lüpke
    • 1
  • E. Bose
    • 2
  1. 1.BerlinDeutschland
  2. 2.Technischen Hochschule in DanzigOliva bei DanzigDeutschland

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