Die Vorgänge bei der Erstarrung und Abkühlung der Legierungen. Umwandlungen

  • A. Martens

Zusammenfassung

Bei der Erzeugung von Gebrauchsgegenständen aus Metallen und Legierungen geht man in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle von dem ursprünglich gegossenen Material aus. Teils wird dieses unmittelbar in Form von Gebrauchsgegenständen benutzt, teils erfährt es weitere Behandlungen durch Walzen oder Schmieden bei höheren oder bei niederen Wärmegraden, zum Teil werden die Eigenschaften verändert durch Glühen und Abkühlen, wobei der Grad der erreichten Glühhitze, die Dauer der Erhitzung und die Geschwindigkeit der Abkühlung in vielen Fällen die Eigenschaften des Materials in hohem Maße verändern. Bei der Herstellung von Gußstücken spielt auch die Gießhitze, bei der das Material in die Form gegossen wird, und die Geschwindigkeit der Abkühlung vielfach eine wichtige Rolle. Die Geschwindigkeit der Abkühlung ist ihrerseits wieder bedingt durch die Gießhitze, die Temperatur und das Material der Form, die Masse und das Verhältnis der Oberfläche des Gußstückes zu seiner Masse.

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Referenzen

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    Bereits von Rüdorff (L1. 1) festgestelltGoogle Scholar
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    Die Regel ist in der obigen Form nur gültig, wenn der Einfluß osmotischer, elektrischer und magnetischer Kräfte außer acht gelassen werden kann, was in der überwiegenden Mehrzahl der später zu behandelnden Fälle zutrifft.Google Scholar
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    Die Zusammensetzung jeder Phase ist durch eine Größe c bestimmt, entweder durch ca, den Prozentgehalt an Wasser, oder durch cb, den Prozentgehalt an Chlornatrium. Es besteht die Beziehung ca = 100 — cb.Google Scholar
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    Der Druck p ist der Druck der gasförmigen Bestandteile des Systems in der Gasphase Wenn, wie hier vorausgesetzt, die Gasphase wegen ihres sehr geringen Druckes vernachlässigt wer-den kann, so ist p = 0 gesetzt. Man müßte dann auch streng genommen das System in der Luftleere betrachten. Der äußere Druck der Atmosphäre oder mechanisch aufgebrachter Druck muß aber erfahrungsgemäß sehr hohe Werte annehmen, bevor Einwirkung auf die Lage der Punkte des c,t-Bildes bemerkbar wird. Wir können deshalb auch das System in der Luft bei Atmosphärendruck p = 1 beobachten, ohne daß die Gleichgewichtsverhältnisse wesentlich verschoben werdenGoogle Scholar
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    Physikalisch homogen braucht die Legierung in diesem Zustand nicht zu sein. Sie kann in Kristallkörner unterteilt sein, wie es regelmäßig der Fall ist. Damit sind physikalische Verschiedenheiten von Korn zu Korn und innerhalb eines Kornes in verschiedenen Richtungen von einem Punkt aus bedingt. Nur die chemische Zusammensetzung bleibt von Korn zu Korn und innerhalb jedes einzelnen Kornes unveränderlich.Google Scholar
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    Das Gleichgewicht ist hier nich im Sinne der Phasenlehre zu verstehen; denn die Mengen der Phasen haben auf dieses keinen Einfluß. Durch Änderung der Phasenmengen bleibt das Gleichgewicht zwischen den Phasen unverändert; es entspricht nur verschiedenen Legierungen. Wenn sich die Menge der Phasen, die im Gleichgewicht stehen, ändert, so wandert die Kennlinie parallel mit sich selbst.Google Scholar
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    Die Punkte A, B, J entsprechen je zwei Phasen, da sie den Erstarrungspunkt, also den Übergang von der flüssigen in die entsprechende feste Phase, bzw. den Umwandlungspunkt darstellen.Google Scholar
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    Eigentlich müßte es heißen: „die Projektion des Kennpunktes auf die ABC-ebene”. Der Kürze halber werde einfach „Kennpunkt” gesagt.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1912

Authors and Affiliations

  • A. Martens
    • 1
  1. 1.Kgl. MaterialprüfungsamtsGroß-LichterfeldeDeutschland

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