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Zusammenfassung

Flaschen, Kölbchen, Dosen sind (allenfalls mit Watteverschluß) gut zu sterilisieren (siehe S. 571); ebenso Pipetten, metallene Geräte (z. B. Stecher für Erde) usw., die zum Entnehmen der Proben dienen. Eine Infektion3) durch die Luft, durch die Hände, durch nichtsterilisierte Gegenstände ist unter allen Umständen zu vermeiden. Um ein sicheres und genaues Resultat zu erhalten, ist es unbedingt nötig, von den betr. Materialien sofort nach der Entnahme Kulturen (Platten usw.) anzulegen oder andere Nährböden damit zu impfen.

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Referenzen

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  64. 1).
    Zentralbl. f. Bakteriol. I. 37, 742.Google Scholar
  65. 2).
    Man kann auch ein gewöhnliches Reagenzglas, das mit der sterilisierten Nährlösung beschickt ist, nehmen, in dem sich ein etwa 2–2,5 cm langes und 6–8 mm weites unten zugeschmolzenes Röhrchen befindet. Letzteres wird mit der Öffnung nach unten hineingestellt und muß völlig mit der Flüssigkeit gefüllt sein (Durham). Da die in Wasser gelöste Luft als Luftblase am oberen Ende des geschlossenen Schenkels erscheint, so muß, um Irrtümer zu vermeiden, ein Parallelversuch nur mit Wasser gemacht werden. In Amerika wird als sog. Presumptive test für B. coli die Milchzucker gallenmethode (Jackson) empfohlen. Näheres siehe Ohlmüller und Spitta, 1.c.Google Scholar
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  71. 1).
    Dieses Verfahren empfiehlt besonders K. Laubenh eimer in seiner Schrift: Phenol und seine Derivate als Desinfektionsmittel, Berlin 1909. Dort findet sich anch eine Übersicht über die Literatur sowie näheres über den Gang solcher Versuche.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • E. Baier
    • 1
  1. 1.Nahrungsmittel-UntersuchungsamtsLandwirtschaftskammer für die Provinz BrandenburgBerlinDeutschland

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