Zusammenfassung

Urkundlich wird der Verbrauch von Steinkohlen in England erst im 13. Jahrhundert erwähnt. König Heinrich III. ertheilt 1233 den Bewohnern von Newcastle am Tyne die Freiheit, „Steine und Kohlen zu graben und dieselben zu ihrem Vortheil anzuwenden“. In einem Lande, das noch heute zu Tage auslaufende, wenn auch nicht mehr abbauwürdige Kohlenflöze enthält, wird der Werth und die Verwendung der mineralischen Brennstoffe schon viele Jahrhunderte zuvor bekannt gewesen sein und ist die Behauptung, dass schon die Römer bei der Eroberung Englands den Abbau der Steinkohlen vorgefunden, zwar nicht historisch nachgewiesen, jedoch sehr glaubwürdig. Schon während der Regierung Eduards I, des Nachfolgers Heinrichs III., fangen die Gewerke der Stadt London an, statt Holz Steinkohlen zur Heizung zu verwenden. Der Adel beschwert sich dagegen, da der Rauch der Gesundheit nachträglich sei, und König Eduard erlässt eine geharnischte Verordnung gegen den Verbrauch von Steinkohlen, bis der später eintretende Holzmangel, andere Heizvorrichtungen, vor allen Dingen aber die bessere Erkenntniss und die Gewöhnung an die Neuerung die Wiederaufhebung des Verbots herbeiführen lassen. Das sind die Anfänge des Steinkohlenbergbaues in einem Lande, das gegenwärtig pro Jahr über 130 Millionen Tonnen Steinkohlen producirt, eine Dampfkraft verwendet, welche der Arbeitskraft von etwa 800 Millionen Menschen gleichzustellen ist und in der Ausdehnung, wie in der Vielseitigkeit seiner Industrie alle anderen Staaten übertrifft.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1880

Authors and Affiliations

  • Joh. Pechar

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