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Die organischen Nervenkrankheiten des Kindesalters

  • J. Ibrahim

Zusammenfassung

Die cerebrale Kinderlähmung ist ein klinischer Begriff. Wir verstehen darunter die Ausgänge einer Reihe ätiologisch und pathologischanatomisch verschiedenartiger Prozesse, denen im wesentlichen der eine Gesichtspunkt gemeinsam ist, daß sie das Gehirn in der ersten Kindheit, ev. schon vor der Geburt treffen. So mannigfaltig sich auch das klinische Bild der cerebralen Kinderlähmung gestaltet, so ist es doch keineswegs möglich, aus den Erscheinungen auf die Art des ursprünglichen Krankheitsprozesses einigermaßen sichere Schlüsse zumachen; ja sogar der autoptische Befund als solcher ermöglicht nur in seltenen Fällen eine sichere Beurteilung des oft viele Jahre zurückliegenden Initialprozesses. Wenn es daher einerseits nicht gelingt, vom ätiologischen oder pathologisch-anatomischen Gesichtspunkte aus die Fülle der Krankheitsbilder in einzelne Gruppen zu sondern, so ist andrerseits eine strenge Abtrennung klinischer Typen auch nicht durchführbar, da eine lückenlose Reihe von Übergangsformen die einzelnen Typen miteinander verbindet. Gleichwohl ist es von einigem praktischen Wert, das Chaos der Fälle in klinische Gruppen aufzulösen, um so mehr, als bis zu einem gewissen Grade die einzelnen Gruppen auch vom ätiologischen und prognostischen Gesichtspunkt aus einige, wenn auch nicht durchgreifende, gemeinsame Merkmale erkennen lassen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1909

Authors and Affiliations

  • J. Ibrahim
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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