Von den gasförmigen Körpern

  • Arnold Berliner

Zusammenfassung

Die leichte Verschiebbarkeit der Teilchen ist auch den Gasen eigentümlich. Die Gase haben daher die unmittelbar aus ihr folgende Grundeigenschaft mit den Flüssigkeiten gemein: die allseitig gleichmäßige Druckfortpflanzung und den hieraus folgenden Auftrieb, Aber die Beweglichkeit der Gasteilchen ist so viel größer als die der Flüssigkeitsteilchen, daß sich jene Grundeigenschaften hier ganz anders äußern: Die einzelnen Gasteilchen verbreiten sich vermöge der Bewegung, die sie (wie die einzelnen Massenteilchen jeder Art Materie) haben, in dem ganzen Baum, in dem sie sich gerade befinden. Dieses Expansionsbestreben zwingt uns, den Behälter, in dem wir ein Gas aufbewahren wollen, allseitig zu begrenzen. (Die Flüssigkeiten haben dieses Bestreben nicht, die Gefäße für sie können oben offen sein.) Das Expansionsbestreben der Gase kennt jeder z. B. von der Verbreitung des ausströmenden, aber nicht angezündeten Leuchtgases in einem Zimmer, oder von dem Duft eines anderen riechenden Gases, das an jedem Punkte des Raumes durch den Geruch wahrnehmbar ist. Wir sehen schon hier, ein Gas kann sich in einem Baume ausbreiten, in dem bereits ein anderes, die Luft, vorhanden ist. Wir kommen bei der Diffusion der Gase darauf zurück.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1924

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  • Arnold Berliner

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