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Das Schlucken und die Verdauung im Magen

  • Rudolf Höber

Zusammenfassung

Die unter den zermalmenden Kaubewegungen eingespeichelte Nahrung wird nun verschluckt. Zum Zweck des Schluckens wird durch das Zusammenwirken von Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur ein Bissen geformte Dieser wird auf der Zungenoberfläche durch eine von vorn nach hinten fortschreitende Hebung der Zunge rachenwärts geschoben. Durch die schließliche Hebung des Zungengrundes und durch Verkürzung der Gaumenbögen wird dann der Rachen- gegen den Mundraum abgeschlossen. Zugleich wird das Gaumensegel nach oben bewegt, so daß es die Nasenhöhle von unten verschließt; dadurch, daß das Zungenbein und der Kehlkopf kräftig nach vorn und aufwärts gezogen werden, legt sich die Epiglottis auch auf den Kehlkopfeingang; außerdem wird der Ösophaguseingang geöffnet (siehe Abb. 2, S. 26). Wenn nun die Constrictores pharyngis auf den schlüpfrigen Bissen pressen, so bleibt diesem kein anderer Ausweg, als in den Ösophagus hinabzugleiten. Hier wird der Bissen durch die sukzessive Kontraktion der den Ösophagusschlauch umspannenden Muskulatur, durch eine sogenannte peristcdtische Bewegung, weiter abwärts geschoben, bis er an der Kardia anlangt. Flüssigkeiten werden schon allein durch die heftige und plötzliche Kontraktion im oberen Schlundteil bis zur Kardia gespritzt, aber auch dann folgt noch eine peristaltische Welle nach.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1920

Authors and Affiliations

  • Rudolf Höber
    • 1
  1. 1.Universität KielDeutschland

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