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Der synoptische Wetterzustand

  • Heinz Reuter

Zusammenfassung

Die Geburtsstunde der modernen Lehre vom Wetter und der wissenschaftlichen Wettervorhersage fällt mit dem Zeitpunkt zusammen, von dem ab man die friiher gehandhabte Niethode der mehr statistischen Beobachtungen des Nacheinander des Geschehens in der Atmosphäre an einem bestimmten Orte aufgab und das gleichzeitige Nebeneinander der Wettererscheinungen über einem größeren Gebiet der Erdoberfläche in den Kreis der Betrachtung zog. Erst durch diese gleichzeitige (synoptische) Betrachtungsweise war es möglich, sowohl durch empirische als auch durch theoretische Untersuchungen tieferen Einblick in die großräumige Verteilung der einzelnen meteorologischen Elemente, wie Luftdruck, Temperatur, Wind, Feuchtigkeit etc. zu gewinnen und daraus für die zeitliche Änderung der Witterung an einem bestimmten Ort grundlegende Kenntnisse zu erwerben. Da derzeit praktisch jeder Staat über einen gut organisierten Wetterdienst verfügt und durch internationale Organisationen die rasche und vollständige fTermittlung der meteorologischen Elemente der Beobachtungsstationen mit den modernsten Nachrichtenmitteln mehrmals täglich gewährleistet ist, bietet das zeitgerechte Eintragen der Wettermeldungen auf gewöhnliche geographische Karten keine Schwierigkeiten. Eine solche Karte bezeichnet man als synoptische JVetterkarte. Aus Gründen der raschen und möglichst korrekten i?bertnittlung hat man dabei einen Zahlenschltissel eingeführt, der in Form von mehreren Zahlengruppen zu je fünf Ziffern die international verständliche Sprache der Meteorologen darstellt. Es ist dadurch möglich, auch Einzelheiten des Wetterzustandes in gedrängter Form zum Ausdruck zu bringen. Desgleichen wird die Eintragung in die Wetterkarte nach allgemein verständlichen, vereinfachenden Gesichtspunkten durchgeführt, so daß die t bersicht über die besonderen Witterungserscheinungen für ein größeres Gebiet erleichtert wird.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1954

Authors and Affiliations

  • Heinz Reuter
    • 1
  1. 1.Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in WienUniversität WienWienÖsterreich

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