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Mikroskopische Untersuchung

  • Wilhelm Herzberg

Zusammenfassung

Die Aufgabe der mikroskopischen Papierprüfung besteht hauptsächlich darin, die Art der Fasern zu bestimmen, aus denen ein Papier hergestellt ist; in zweiter Linie soll sie Aufschluß darüber geben, in welchem Zustande sich die Fasern befinden und in welchen Mengen sie vorhanden sind, soweit sich letzteres durch Abschätzung des mikroskopischen Bildes im Vergleich mit Mischungen von bekannter Zusammensetzung beurteilen läßt.

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Literatur

  1. 1).
    Mitt. 1911, S. 61.Google Scholar
  2. 1).
    P.Z. 1900, Nr. 77.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. Tafel XX.Google Scholar
  4. 2).
    Vgl. Tafel XXI.Google Scholar
  5. 3).
    In der Praxis häufig als 1/4, 1/2 oder 3/4 gebleichte Zellstoffe, je nach dem Grade ihrer Aufschließung bezeichnet.Google Scholar
  6. 4).
    Erscheinen die Lumpenfasern bläulich, so ist die Jodlösung zu stark und muß vorsichtig mit Wasser verdünnt werden, bis sich die Lumpen rot färben. Werden die Zellstoffasern nicht blau, sondern rötlich gefärbt, so ist die Lösung zu schwach; sie kann meist durch geringen Zusatz von Zinkchlorid brauchbar gemacht werden; gelingt dies nicht, so ist die Lösung neu anzufertigen.Google Scholar
  7. 5).
    H. Behrens, Mikrochemische Analyse 1896.Google Scholar
  8. 1).
    Vgl. auch Pauli: Die optischen Eigenschaften der Faser und ihre praktische Verwendung. Z. 1906, S. 1057.Google Scholar
  9. 2).
    v. Höhnel, Über eine neue Methode der mikroskopischen Papierprüfung. Mitt. a. d. Technol. Gew.-Museum. Wien 1889, S. 6–8.Google Scholar
  10. 3).
    Klemm gibt in seinem Handbuch der Papierkunde 1910, S. 252 an, daß die Schwefelsäure genau 44,5° B. haben muß und aus 100 ccm Wasser und 125 ccm Schwefelsäure vorn spez. Gew. 1,85 zu mischen ist.Google Scholar
  11. 1).
    Handelt es sich bei der mikroskopischen Untersuchung nur um die Frage, ob ein Papier reines Lumpenpapier ist, eine Frage, die im Papierhandel sehr oft aufgeworfen wird, und will man sich auf solche Untersuchungen beschränken, so genügt eine einfache mikroskopische Einrichtung, wie sie die Firma Schopper für diesen Zweck zusammengestellt hat (Fig. 44).Google Scholar
  12. Da es bei diesen Prüfungen nicht darauf ankommt, die Abstammung der einzelnen Fasern festzustellen, sondern nur, ob reine Lumpen vorliegen oder nicht, so kommt man unter Benutzung dieser einfachen mikroskopischen Ausrüstung zum Ziel. Der aus dem zu prüfenden Papier gewonnene Faserbrei wird in Chlorzinkjodlösung eingelegt und bei geringer Vergrößerung betrachtet.Google Scholar
  13. Da es sich nur um die Unterscheidung von drei Farben (rot, blau, gelb) handelt und die Färbung sehr deutlich ist, so kann man sich bei Papieren, die gleichzeitig Fasern von zwei oder drei Fasergruppen (Lumpen, Zellstoffe, verholzte Fasern) enthalten, durch Abschätzung des Bildes nach den Farben auch annähernd ein Urteil über das Mengenverhältnis bilden.Google Scholar
  14. Die Ausrüstung enthält 1 Handgestell, 1 Okular, 1 Objektiv, 1 Präparierbrücke, 20 Objektträger, 50 Deckgläschen, 1 Paar Präpariernadeln, 1 Pinzette, 1 Vorbereitungssieb, 2 Reagierzylinder, 1 Flasche Natriumhydrat, 1 Flasche Chlorzinkjodlösung, 1 Flasche Malachitgrün, 1 Stück Leder, 1 kurze Beschreibung des Vorbereitens und Mikroskopierens der Papierfasern.Google Scholar
  15. 1).
    Die Angaben über die Färbung in Jod-Jodkalium-und Chlorzinkjodlösung sollen bei Besprechung der einzelnen Fasern nicht wiederholt werden; es wird hierzu auf die Tabelle S. 95 verwiesen.Google Scholar
  16. 2).
    Die vielfach gebrauchte Bezeichnung „Holzstoff“ für Holzschliff sollte man vermeiden, da sie, als solche angewendet, ungenau und, mit dem Vermerk „mechanisch zubereitet” versehen, umständlich ist.Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. auch Jutezellstoff, S. 110.Google Scholar
  18. 1).
    Vgl. Jute, Manila, Adansonia. Von Prof. G. D al én und Dr. Wisbar. Mitt. 1902, S. 51.Google Scholar
  19. 1).
    Klemm, Papierkunde 1910, S. 257.Google Scholar
  20. 2).
    H. Behrens, Mikrochemische Analyse 1896, S. 52.Google Scholar
  21. 1).
    Diese Werte weichen sehr wesentlich von denen ab, die man sonst vielfach in Lehrbüchern angegeben findet; sie sind das Ergebnis von rund 20000 Messungen, die gelegentlich einer umfangreichen Arbeit über Flachs (Flachsuntersuchungen vom Verfasser. Mitt. 1902, S. 312) ausgeführt worden sind.Google Scholar
  22. 1).
    Wiesner, Die mikroskopische Untersuchung des Papiers. Wien 1887.Google Scholar
  23. 1).
    Ausführlicher ist hierauf unter Beigabe von Abbildungen in den Mitt. 1915 und im WB. 1914 (Festheft), S. 2294 eingegangen.Google Scholar
  24. Der Papiermikroskopiker tut gut, sich solchen Stoff selbst herzustellen und seiner Sammlung von Vergleichsstoffen einzureihen.Google Scholar
  25. Die Möglichkeiten, die Schäwen mit anderen Fasern zu verwechseln, hat Selleger in dem „Papierfabrikant“ 1905, S. 265, eingehend besprochen.Google Scholar
  26. Die Zerstörungserscheinungen der Lumpenfasern und ihre Färbung in Chlorzinkjod geben zuweilen Fingerzeige für die Beantwortung der Frage, ob alte oder neue Lumpen verarbeitet worden sind.Google Scholar
  27. 1).
    Vgl. Ein neuer Rohstoff für die Papierindustrie ( Arundo Donax, Italenisches Pfahlrohr). Mitt. 1895, S. 24.Google Scholar
  28. 2).
    Vgl. auch Selleger, Beurteilung wenig bekannter Faserarten. W.B. 1906, Nr. 36.Google Scholar
  29. 1).
    Die Firma S c h o p p e r-Leipzig bringt derartige Proben in Breiform in den Handel. Die Proben sind im Materialprüfungsamt geprüft und die Flaschen mit dem Siegel des Amtes verschlosssen.Google Scholar
  30. 1).
    Selleger, (Die mikroskopische Prüfung des Papiers in bezug auf die Mahlung der Faserstoffe, Papierfabrikant 1905, Nr. 43 und 44) empfiehlt, das Papier bei Untersuchungen auf Mahlungszustand nicht durch Kochen vorzubereiten, sondern es mit Wasser zu benetzen und das erforderliche Fasermaterial vorsichtig abzuheben.Google Scholar
  31. 1).
    Die drei Normalpapiere 1 rühren aus drei verschiedenen Fabriken her.Google Scholar
  32. 2).
    Diese Prüfungen wurden vor Jahren ausgeführt, als der Schopper sehe Falzer noch nicht bekannt war. Falzwerte können daher nicht angegeben werden.Google Scholar
  33. 1).
    Litschauer hat im Z. 1905, S. 5, 37 und 74 ein umfangreiches Zahlenmaterial über die bei Auszählung des mikroskopischen Bildes gemachten Erfahrungen veröffentlicht. Bei der Auszählung von 150 Gesichtsfeldern von ein und derselben Stoffmischung ergab sich der Beobachtungsfehler zu weniger als 2%.Google Scholar
  34. 1).
    Als Mittel aus allen Messungen ergab sich: 26.Google Scholar
  35. 2).
    Flachsprüfungen Von Prof. W. Herzberg. Mitt. 1902, S. 311. (Ergebnis der Messungen von rund 20 000 Einzelfasern.)Google Scholar
  36. 1).
    Études sur les Fibres Vegétales Textiles. Paris 1876.Google Scholar
  37. 2).
    Die Rohstoffe des Pflanzenreiches. Bd. 2. Leipzig 1903.Google Scholar
  38. 3).
    Das Papier. II. A. S. 28.Google Scholar
  39. 4).
    Mittel aus je 200 Messungen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1915

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Herzberg
    • 1
  1. 1.Abteilung für papier- und textiltechnische UntersuchungenKöniglichen Materialprüfungsamt zu Groß-LichterfeldeDeutschland

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