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Festigkeitseigenschaften

  • Wilhelm Herzberg

Zusammenfassung

Die absolute Festigkeit eines Papiers wird bei seiner Benutzung als Schriftstück, Drucksache o. a. nur zum kleinen Teil in Anspruch genommen Trotzdem wird man von einem Papier, das lange aufbewahrt und viel benutzt werden soll, aus zwei Gründen eine nicht zu geringe Festigkeit verlangen müssen. Einmal zeigt jeder organische Körper im Laufe der Zeit eine Abnahme seiner Festigkeit, und ferner gewährleisten hohe Festigkeitseigenschaften sorgfältige Herstellung des Papiers und Verwendung guter Rohstoffe.

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Literatur

  1. 1).
    Abkürzungen für die häufiger als Quellen zu erwähnenden Fachschriften: Mitt. = Mitteilungen aus dem Königlichen Materialprüfungsamt Berlin-Lichterfelde. (Verlag Julius Springer-Berlin.) P.F. = Papierfabrikant. (Verlag Otto Elsner-Berlin.) P.Z. = Papier-Zeitung. (Verlag Carl Hofmann-Berlin.) W.B. = Wochenblatt für Papierfabrikation. (Verlag Güntter-Staib in Biberach [Württ.]). Z. = Zentralblatt für die österreich-ungarische Papierindustrie. (Wien.)Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. S. 35.Google Scholar
  3. 1).
    Mitt. 1909. S. 172.Google Scholar
  4. 2).
    Die Praxis der Papierfabrikation 1898, S. 220.Google Scholar
  5. 3).
    Verschiedenheiten in der Festigkeit und Dehnung des Papiers in der Breite der Bahn. W.B. 1910, S. 4521.Google Scholar
  6. 1).
    Hoyer hat schon in seinem 1882 erschienen Werk „Das Papier“ hierauf hingewiesen.Google Scholar
  7. 2).
    Da die Ungleichmäßigkeiten des Papierblattes an sich Abweichungen in den Werten für Reißlänge und Bruchdehnung bedingen, so sind die Fälle, in denen der Unterschied zwischen den beiden Richtungen 10°/e und weniger beträgt, in Klammer gesetzt, weil Unterschiede, die kleiner als 100/e sind, sehr wohl Zufall sein können.Google Scholar
  8. 3).
    Siehe Anhang. Bestimmungen über das von den Staatsbehörden zu verwendende Papier.Google Scholar
  9. 1).
    Zuweilen kann man schon ohne besondere Prüfung die Längsrichtung erkennen. Betrachtet man das Papier im schräg auffallenden Licht, so sieht man oft schon ohne weiteres die Parallellagerung der Fasern in der Längsrichtung deutlich ausgeprägt. Bei Papieren mit deutlicher Siebmarkierung geben die rhombischen Siebeindrücke einen Anhalt; die spitzen Winkel zeigen die Laufrichtung, die stumpfen die Querrichtung an.Google Scholar
  10. 1).
    Z. 1909, S. 213.Google Scholar
  11. 1).
    Solche Schneidevorrichtungen sowie alle übrigen Apparate, Instrumente, Fasern, Lösungen usw. für die Zwecke der Papierprüfung können von der Fabrik wissenschaftlich-technischer Apparate von Louis Schopper in Leipzig, Arndtstraße 27, bezogen werden. Im Materialprüfungsamt werden für die Papierprüfungen ausschließlich Schoppersche Apparate benützt.Google Scholar
  12. 1).
    Vgl. E. Müller, Über die Abhängigkeit des Wassergehaltes der Faserstoffe von der Luftfeuchtigkeit. Civilingenieur 1882, S. 157.Google Scholar
  13. 2).
    Müller-H außner, Die Herstellung und Prüfung des Papiers, S. 1642.Google Scholar
  14. 1).
    Dr. L. von Lenz prüft bei beliebiger Luftfeuchtigkeit, bestimmt den Feuchtigkeitsgehalt des Papiers und berechnet nach einer von ihm ermittelten Formel die Festigkeitswerte auf trockenes Papier. (P.Z. 1891, Nr. 35.)Google Scholar
  15. 1).
    Der Einfluß der Luftfeuchtigkeit auf die Festigkeitseigenschaften des Papiers. (Mitt. 1900, S. 133.)Google Scholar
  16. 1).
    W.B. 1911, S. 2105..Google Scholar
  17. 2).
    Auf das Horacksche Dasymeter, das früher vielfach benutzt wurde, soll wegen der unzuverlässigen Ergebnisse, welche es liefert, nicht näher eingegangen werden. Beschreibung und Abbildung dieses Apparates findet man in „Hoyer, Das Papier, seine Beschaffenheit und deren Prüfung“, München 1882.Google Scholar
  18. 1).
    Eingehend unter Beigabe von Abbildungen beschrieben von Prof. Dal é n in den Mitt. 1909, S. 33.Google Scholar
  19. 1).
    Eine genaue Beschreibung des Apparates und die Ergebnisse seiner Prüfung hat Dalén in den Mitt. 1901, S. 183 veröffentlicht. — Pauli hat vorgeschlagen, die Festigkeit von Fasern auf optischem Wege zu bestimmen (Z. 1907, S. 321 ). Nach seinen Beobachtungen ist die Reißlänge von Fasern der Doppelbrechung direkt proportional. Ob und inwieweit dieses Verfahren für die Papierindustrie verwendbar ist, müssen erst weitere Versuche zeigen.Google Scholar
  20. 1).
    Zur Prüfung von Materialien, die noch größere Kräfte erfordern (starke Gewebe, Leder usw.), werden von der Firma L. Schopper-Leipzig nach denselben Grundsätzen noch stärkere Maschinen (bis zu 1500 kg Kraftleistung) gebaut.Google Scholar
  21. 1).
    Beschrieben und abgebildet im Sonderheft III der Mitteilungen a. d. Königl. techn. Versuchsanstalten 1887.Google Scholar
  22. 1).
    Winkler-Karstens, Papieruntersuchung 1902, S. 52.Google Scholar
  23. 1).
    Für die Dicke gilt dies nur in beschränktem Maße, denn bei Papieren verschiedener Dicke, aber gleicher Stoffmischung und Arbeitsweise nimmt die Reißlänge bei steigender Dicke etwas ab, die Dehnung zu. (Vgl. Über den Einfluß der Dicke auf die Festigkeitseigenschaf ten von Papier. Vom Verfasser. Mitt. 1896, S. 92.)Google Scholar
  24. 1).
    Bei 86 wäre mit 1/5, bei 88 mit 3/5 und bei 89 mit 4/5 zu multiplizieren, desgleichen bei 81 mit 1/5, 82 mit 2/5, 83 mit 3/5 und 84 mit 4/s.Google Scholar
  25. 2).
    P.Z. 1880, S. 204. Vgl. auch Hoyer, Entstehung und Bedeutung der Papiernormalien. 1888, S. 13.Google Scholar
  26. 3).
    Martens gibt im Ergänzungsheft II der „Mitt. 1887“ eine ausführliche Beschreibung des Apparates unter Mitteilung von Versuchsergebnissen.Google Scholar
  27. 1).
    Abbildung und Beschreibung dieses Prüfers gibt Dr. Quirin Wirtz in der P.Z. 1904, S. 1540.Google Scholar
  28. 2).
    Paper Trade Journal 1910, S. 259–261.Google Scholar
  29. 1).
    Eddys Papierprüfer. P.Z. 10 S. 3784 (nach Paper Trade Journal).Google Scholar
  30. 2).
    P.Z. 1914, S. 2.Google Scholar
  31. 3).
    P.Z. 1904, S. 1540.Google Scholar
  32. 1).
    Bauer empfiehlt in der P.Z. 1895, S. 1933, das Papier für den Reibversuch nicht durch Zusammenballen mit der Hand, sondern dadurch vorzubereiten, daß man es in der Längs-, Quer-und Diagonalrichtung zwischen Gaufrier-walzen durchgehen läßt.Google Scholar
  33. 1).
    Weitere Beispiele und Erläuterungen sind in den Mitt. 1895, S. 43 und 1899, S. 57 veröffentlicht.Google Scholar
  34. 1).
    W.B. 1894, Nr. 8–9.Google Scholar
  35. 1).
    Eine eingehende Beschreibung des Knitterers findet sich in der P.Z. 1896, Nr. 66–87 und 1898, Nr. 30, 58 und 59.Google Scholar
  36. 2).
    Mitteilungen des Technologischen Gewerbemuseums zu Wien 1897, S. 1.Google Scholar
  37. 1).
    P.Z. 1898, Nr. 30, 58, 59 und Rigaer Industriezeitung 1898 Nr. 21–23.Google Scholar
  38. 1).
    Der umfangreiche Bericht hierüber ist in den Mitt. 1901, S. 161 ff. veröffentlicht worden. Er enthält u. a. nähere Angaben über den Einfluß verschiedener Federspannung, verschiedener Entfernung der Rollen vom Falzblech und verschiedener Arbeitsgeschwindigkeit auf das Versuchsergebnis.Google Scholar
  39. 1).
    Bei einer neuen kürzlich für Normal 1 vorgenommenen Zusammenstellung ergaben sich für den Zeitraum 1908–1913 bei ingesamt 55 Papieren als Mittel folgende WerteGoogle Scholar
  40. 1).
    Mitt. 1905 und 1907; P.Z. 1905, Nr. 101 und 1907, Nr. 27; W.B. 1905, Nr. 52 und 1907, Nr. 20.Google Scholar
  41. 2).
    Bei der Bestimmung der Bruchlast und Bruchdehnung tritt diese Erscheinung nicht auf; hier wird der ganze Streifen beansprucht, und der Bruch tritt immer an der schwächsten Stelle ein. Stärkere Stellen oder solche, an denen Faserbündel abgelagert sind, sind also auf das Versuchsergebnis ohne Einfluß.Google Scholar
  42. 3).
    Herzberg, Erfahrungen mit dem Schopperschen Falzer. Mitt. 1905, S. 83.Google Scholar
  43. 1).
    Herzberg, Erfahrungen mit dem Schopperschen Falzer. Mitt. 1905, S. 71; I907, S. 28; 1908, S. 181.Google Scholar
  44. 1).
    In den Mitt. 1901, S. 3 ff sind die Ergebnisse einer derartigen eingehenden Prüfung, ausgeführt an drei Falzern, mitgeteilt.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1915

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Herzberg
    • 1
  1. 1.Abteilung für papier- und textiltechnische UntersuchungenKöniglichen Materialprüfungsamt zu Groß-LichterfeldeDeutschland

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