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Mikroskopische Untersuchung

  • W. Herzberg
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Zusammenfassung

Die Aufgabe der mikroskopischen Papierprüfung besteht hauptsächlich darin, die Art der Fasern zu bestimmen, aus denen ein Papier hergestellt ist; in zweiter Linie soll sieAufschluß darüber geben, in welchem Zustande sich die Fasern befinden und in welchen Mengen sie bei Gemischen vorhanden sind, soweit sich letzteres durch Abschätzung des mikroskopischen Bildes im Vergleich mit Mischungen von bekannter Zusammensetzung beurteilen laßt.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Siehe hierzu auch Klemm, Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Papierfasern. P.Z. 1895 Nr. 25 und 26 und das im vorliegenden Werk S. 106 über den „Mahlungszustand von Papierfasern“ Gesagte.Google Scholar
  2. 1).
    Mitt. 1917, S. 276.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. Tafel XX.Google Scholar
  4. 2).
    Vgl. Tafel XXI.Google Scholar
  5. 3).
    Erscheinen die Lumpenfasern bläulich, so ist die Jodlösung zu stark und muß vorsichtig mit Wasser verdünnt werden, bis sich die Lumpen rot färben. Werden die Zellstoffasern nicht blau, sondern rötlich gefärbt, so ist die Lösung zu schwach; sie kann meist durch geringen Zusatz von Zinkchlorid brauchbar gemacht werden; gelingt dies nicht, so ist die Lösung neu anzufertigen.Google Scholar
  6. 1).
    P.Z. 1900, Nr. 77.Google Scholar
  7. 2).
    H. Behrens, Mikrochemische Analyse 1896.Google Scholar
  8. 3).
    Vgl. auch Pauli: Die optischen Eigenschaften der Faser und ihre praktische Verwendung. Z. 1906, S. 1057.Google Scholar
  9. 4).
    v. Höhnel, Über eine neue Methode der mikroskopischen Papierprüfung, Mitt. a. d. Technol. Gew.-Museum. Wien 1889, Sektion für chemisches Gewerbe Nr. 1, 2, 3, 4.Google Scholar
  10. 5).
    Klemm gibt in seinem Handbuch der Papierkunde 1910, S. 252, an, daß die Schwefelsäure genau 44,5° B. haben muß und aus 100 ccm Wasser und 125 ccm Schwefelsäure vom spez. Gew. 1,85 zu mischen ist.Google Scholar
  11. 1).
    Handelt es sich bei der mikroskopischen Untersuchung nur um die Frage, ob ein Papier reines Lumpenpapier ist, eine Frage, die im Papierhandel sehr oft aufgeworfen wird, und will man sich auf solche Untersuchungen beschränken, so genügt eine einfache mikroskopische Einrichtung, wie sie die Firma Sc hopper für diesen Zweck zusammengestellt hat (Fig. 41). Da es bei diesen Prüfungen nicht darauf ankommt, die Art der einzelnen Fasern festzustellen, sondern nur, ob reine Lumpen vorliegen oder nicht, so kommt man unter Benutzung dieser einfachen mikroskopischen Ausrüstung zum Ziel. Der aus dem zu prüfenden Papier gewonnene Faserbrei wird in Chlorzinkjodlösung eingelegt und bei geringer Vergrößerung betrachtet. Ist das Papier nur aus Lumpen hergestellt, so sieht man nur weinrote Fasern; Zellstoffasern, gleichgültig woher sie stammen, sind blau und verholzte Fasern (Holzschliff, rohe Jute usw.) gelb gefärbt. Da es sich nur um die Unterscheidung von drei Farben (rot, blau, gelb) handelt und die Färbung sehr deutlich ist, so kann man sich bei Papieren, die gleichzeitig Fasern von zwei oder drei Fasergruppen (Lumpen, Zellstoffe, verholzte Fasern) enthalten, durch Abschätzung des Bildes nach den Farben auch annähernd ein Urteil über das Mengenverhältnis bilden. Die Ausrüstung enthält 1 Handgestell, 1 Okular, 1 Objektiv, 1 Präparierbrücke, 20 Objektträger, 50 Deckgläschen, 1 Paar Präpariernadeln, 1 Pinzette, 1 Vorbereitungs-sieb, 2 Reagierzylinder, 1 Flasche Natriumhydrat, 1 Flasche Chlorzinkjodlösung, 1 Flasche Malachitgrün, 1 Stück Leder, 1 kurze Beschreibung des Vorbereitens und Mikroskopierens der Papierfasern.Google Scholar
  12. 1).
    Die Angaben über die Färbung in Jod-Jodkalium- und Chlorzinkjodlösung sollen bei Besprechung der einzelnen Fasern nicht wiederholt werden; es wird daher hierzu auf die Tabelle S.80 verwiesen.Google Scholar
  13. 2).
    Die vielfach gebrauchte Bezeichnung „Holzstoff“ für Holzschliff sollte man vermeiden, da sie, als solche angewendet, ungenau und, mit dem Vermerk „mechanisch zubereitet“ versehen, umständlich ist.Google Scholar
  14. 1).
    Vgl. auch Jutezellstoff, S. 94.Google Scholar
  15. 1).
    Hinsichtlich der charakteristischen Merkmale von Strohstoff und unvollständig aufgeschlossenem Holzzellstoff, die beide wegen ihrer Färbung in Jodlösungen zur Gruppe I gehören, wird auf das bei Strohzellstoff und Nadelholzzellstoff Gesagte verwiesen.Google Scholar
  16. 1).
    Siehe auch Klemm, Papierkunde 2. Aufl., S. 269.Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. Jute, Manila, Adansonia. Von Prof. G. Dalén und Dr. Wisbar. Mitt. 1902, S. 51.Google Scholar
  18. 1).
    Klemm, Papierkunde 1910, S. 257.Google Scholar
  19. 1).
    H. Behrens, Mikrochemische Analyse 1896, S. 52.Google Scholar
  20. 1).
    Diese Werte weichen sehr wesentlich von denen ab, die man sonst vielfach in Lehrbüchern angegeben findet; sie sind das Ergebnis von rund 20 000 Messungen, die gelegentlich einer umfangreichen Arbeit über Flachs (Flachsuntersuchungen vom Verfasser. Mitt. 1902, S. 312) ausgeführt worden sind.Google Scholar
  21. 2).
    Wiesner, Die mikroskopische Untersuchung des Papiers. Wien 1887.Google Scholar
  22. 1).
    Ausführlicher ist hierauf unter Beigabe von Abbildungen in den Mitt. 1915 und im W.B. 1914 (Festheft), S. 2294 eingegangen.Google Scholar
  23. 1).
    Vgl. Ein neuer Rohstoff für die Papierindustrie (Arundo Donax, Italienisches Pfahlrohr). Mitt. 1895, S. 24.Google Scholar
  24. 1).
    Vgl. auch Selleger, Beurteilung wenig bekannter Faserarten. W.B. 1906, Nr. 36.Google Scholar
  25. 2).
    Die Firma Schopper-Leipzig bringt derartige Proben in Breiform in den Handel. Die Proben sind im Materialprüfungsamt geprüft und die Flaschen mit dem Siegel des Amtes verschlossen.Google Scholar
  26. 1).
    Selleger, (Die mikroskopische Prüfung des Papiers in bezug auf die Mahlung der Faserstoffe, Papierfabrikant 1905, Nr. 43 und 44) empfiehlt, das Papier bei Untersuchungen auf Mahlungszustand nicht durch Kochen vorzubereiten, sondern es mit Wasser zu benetzen und das erforderliche Fasermaterial vorsichtig abzuheben.Google Scholar
  27. 1).
    Die drei Normalpapiere 1 rühren aus drei verschiedenen Fabriken her.Google Scholar
  28. 2).
    Diese Prüfungen wurden vor Jahren ausgeführt, als der Schoppersche Falzer noch nicht bekannt war. Falzwerte können daher nicht angegeben werden.Google Scholar
  29. 1).
    Litschauer hat im Z. 1905, S. 5, 37 und 74 ein umfangreiches Zahlenmaterial über die bei Auszählung des mikroskopischen Bildes gemachten Erfahrungen veröffentlicht. Bei der Auszählung von 150 Gesichtsfeldern von ein und derselben Stoffmischung ergab sich der Beobachtungsfehler zu weniger als 2 %.Google Scholar
  30. 1).
    Als Mittel aus allen Messungen ergab sich: 26.Google Scholar
  31. 2).
    Flachsprüfungen. Von Prof. W. Herzberg. Mitt, 1902, S. 311. (Ergebnis der Messungen von rund 20 000 Einzelfasern.)Google Scholar
  32. 1).
    Etudes sur les Fibres Végétales Textiles. Paris 1876.Google Scholar
  33. 2).
    Die Rohstoffe des Pflanzenreiches. Bd. 2. Leipzig 1903.Google Scholar
  34. 3).
    Das Papier. II. A. S. 28.Google Scholar
  35. 4).
    Mittel aus je 200 Messungen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • W. Herzberg
    • 1
  1. 1.staatl. Materialprüfungsamtes in Berlin-DahlemDeutschland

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