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Probleme der Strahlenkonservierung von Lebensmitteln

  • J. Kuprianoff
Chapter
Part of the Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften book series (HD AKAD, volume 1962/64 / 5)

Zusammenfassung

Nach recht weit gespannter und intensiver Forschung der letzten 10 Jahre [1] wurde zuerst in der Sowjetunion (1958) und dann in Kanada — insbesondere auf Grund amerikanischer und englischer Befunde — die Strahlenbehandlung von Kartoffeln zur Verhinderung ihrer Keimung als gesundheitlich unbedenklich anerkannt und amtlich zugelassen; vor etwa 1 Jahr folgte in den USA die Zulassung der Bestrahlung zur Sterilisierung von Bacon und später (1963) zur Bekämpfung von Insekten im Weizen [2]. Eine größere Anzahl von Anträgen auf amtliche Zulassung der Bestrahlung zur Haltbarmachung weiterer Lebensmittel ist in den USA, England, Frankreich und anderen Ländern in Bearbeitung, und es ist mit ihrer baldigen Genehmigung zu rechnen. Das neue Verfahren scheint insofern unmittelbar vor seiner praktischen Verwirklichung zu stehen, als z.B. in Kanada bereits im vergangenen Jahr eine größere Menge (400 t) bestrahlter Kartoffeln auf den Markt gebracht wurde. Die sich damit anbahnende Situation zwingt uns, auch in der Bundesrepublik — u.a. als einem Land, das zahlreiche Lebensmittel importiert — uns mit Problemen der Strahlenkonservierung von Lebensmitteln auseinanderzusetzen und zu ihnen Stellung zu nehmen, um so mehr als man wohl damit rechnen muß, irr absehbarer Zeit bestrahlten Produkten zu begegnen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1964

Authors and Affiliations

  • J. Kuprianoff
    • 1
  1. 1.KarlsruheDeutschland

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