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Die anticholinerge Behandlung des gedeckten Hirntraumas

  • F. L. Jenkner

Zusammenfassung

Die Behandlung des gedeckten Hirntraumas mit anticholinergen Substanzen ist sehr jungen Datums und geht auf experimentelle Untersuchungen von Bornstein und anderen zurück, die im Liquor çerebrospinalis von Hirnverletzten Acetylcholin nachweisen konnten und die im Tierexperiment durch Gaben von Atropin alle durch das Trauma gesetzten Veränderungen günstig beeinflussen konnten. Als erster hat Ward Atropin am Menschen mit recht gutem Erfolg angewandt, er konnte allerdings feststellen, daß dieses Mittel nicht die geeignete Substanz für klinische Verwendung ist, da es beim Menschen nicht in geeignet hohen Dosen gegeben werden kann. Der Referent hat daher im physiologischen Laboratorium von Ward verschiedene bekannte und auch neue anticholinerge Substanzen auf ihre spezifische Wirkung beim Schädeltrauma untersucht und die so ausgewählten Mittel mit günstiger Wirkung unter EEG-Kontrolle Patienten mit frischen Hirntraumen intravenös verabreicht, um zu sehen, ob die im Experiment am Tiere gewonnenen Erfahrungen auf den Menschen übertragen werden können. Diese Untersuchungen, über die schon an anderer Stelle berichtet wurde, haben Anlaß zu einer klinischen Erprobung der anticholinergen Substanzen gegeben, über deren Ergebnisse hier berichtet werden soll.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • F. L. Jenkner
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Universitätsklinik GrazÖsterreich

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