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Zur Pathogenese der cerebralen Arachnoideacysten

  • F. Heppner

Zusammenfassung

Der wichtigste Motor für die Liquorbewegung im Subarachnoidealraum ist bekanntlich der Puls der Hirnarterien. Die A. basilaris schiebt den Liquor entlang der Brücke nach den basalen Zisternen und die Ausläufer des Circulus arteriosus befördern ihn von hier aus weiter durch die Sylviische Fissur, durch die Cisterna ambiens und entlang des Balkens an die Oberfläche des Großhirns. Dort verteilt er sich mit den Aufästelungen der Piaarterien und wird schließlich durch deren Pulswellen portionsweise in die Virchow-Robinsonschen Räume geschoppt. — Stellt sich auf diesem Weg ein totales Hindernis entgegen, so resultiert ein Hydrocephalus; wird nur ein Seitenarm des Liquorstrombettes eingedämmt, so kann er sich zur Arachnoideacyste ausweiten. 100.000 Pulsschläge pro Tag trommeln gegen das Hindernis und ebenso viele Liquorwellen rennen dagegen an. Die Narbe weicht nicht, sie dehnt sich nur, die Leptomeninx proliferiert, was nachgibt, ist das Hirngewebe — und so arbeiten sich allmählich in dessen Inneres cystische Gebilde, die je nach Region ungewöhnliche Größe erreichen können.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1955

Authors and Affiliations

  • F. Heppner
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Universitätsklinik GrazÖsterreich

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