Zusammenfassung

Bei keinem dieser 4 Balken fand eine Zerstörung des Verbundes in den Balkenköpfen statt. Der Bruch erfolgte bei den Balken Nr. 1 (Umschnürung der Köpfe, sonst keine Bügel) durch Überwindung des Schubwiderstandes (Abb. 89). Die Höchstlast blieb jedoch nur unwesentlich hinter jener der Reihe 2 zurück, bei welchen der Bruch durch Überwindung der Streckgrenze des Eisens in Balkenmitte eintrat. Bei Verwendung höher wertigen Eisens wäre die Bruchlast zweifellos größer gewesen und der Bruch allenfalls durch Zerspalten der Köpfe oder durch schiefe Risse erfolgt, wie dies bei den Balken der Reihen 15–22 des Deutschen Ausschusses für Eisenbeton (Versuche von Bach und Graf, Heft 10) der Fall gewesen ist; bei diesen stieg die Spannung im Eisen (Stahl) bis 2745 kg/qcm (im Mittel) bei einer Streckgrenze von 3065 kg/qcm (im Mittel) und einer Zugfestigkeit von 5247 kg/qcm (im Mittel). Zweifellos hat sich die Umschnürung der Köpfe in den Balken Nr. 1 als besonders wirksam erwiesen und reichte trotz des Fehlens der Bügel in dem querkraftgefährdeten Balken teil zur Erzielung der möglichen Höchstlast nahezu aus. Bemerkenswert ist die Größe der nach dem gewöhnlichen Rechenverfahren ermittelten Schubspannung von 28,9–31,6 kg/qcm (s. Tabelle 10), trotzdem die Hauptzugfestigkeit schon beim Auftreten der ersten Schrägrisse (τ0 = 12,8 kg/cm, Tabelle 6) überwunden war.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • R. Saliger
    • 1
  1. 1.k. k. Technischen Hochschule in WienÖsterreich

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