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Krebs

  • Alfred Grotjahn

Zusammenfassung

Die bösartigen Geschwülste befallen in der Regel nur Personen im vorgerückten Lebensalter, etwa vom 40. Lebensjahre an. Sie sind in der Tat eine zahlenmäßig stark ins Gewicht fallende Todesursache und beschäftigen die Phantasie des Publikums und den Eifer der Aerzte in ungewöhnlichem Maße, da sie zu qualvollen langen Leiden die Ursache abgeben. Eine ursächliche Beziehung zu den sozialen Verhältnissen ist nicht sehr ausgesprochen, da die krebsartigen Erkrankungen ihre Opfer in gleicher Weise in allen Bevölkerungsschichten suchen. Bei der Unkenntnis über die Verursachung des Krebses, in der wir gegenwärtig trotz aller Fortschritte der pathologischen und klinischen Forschung noch immer schweben, muß eine ernsthafte sozialpathologische Betrachtung sich überhaupt zurückhalten; denn alle Vermutungen über ursächliche Beziehungen zu Berufsarten, zu lokalen unhygienischen Zuständen, zum Alkoholismus sind ebensowenig gesichert wie die Theorien über die parasitäre oder hereditäre Verursachung.

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Literatur

  1. 1).
    F. Prinzing, Artikel: „Krebsstatistik“ im Handwörterbuch der sozialen Hygiene. Herausg. von A. Grotjahn und J. Kaup. Leipzig 1912.Google Scholar
  2. 1).
    W. Weinberg, Krebs und soziale Stellung der Frauen. Zeitschr. f. Krebsforschung. Bd. 11. S. 302.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1915

Authors and Affiliations

  • Alfred Grotjahn
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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