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Seilartige Körper

  • Ed. Autenrieth

Zusammenfassung

Seile, Riemen, Stahlbänder, Drähte u. a. dienen zur Übertragung von Zugkräften und von Bewegungen, auch zum Bremsen und Festhalten von Lasten. Sieht man von der Steifigkeit der Seile gegen Biegung und von der Elastizität des Seiles gegen Zug ab, so gelangt man zu der Abstraktion des vollkommen biegsamen, ausdehnungslosen Fadens, der, ohne irgendeinen Biegungswiderstand zu äußern, um die kleinste Rolle geschlungen werden könnte und auch unter größter Zugbelastung sich nicht verlängern würde. Dieser ideale Faden wäre eine besondere Art des starren Körpers. In vielen Fällen genügt es, einen seilartigen Körper als nicht dehnbar und völlig biegsam anzusehen; keineswegs aber immer. Hat man ein Seil um eine Rolle zu schlingen, so darf man diese nicht zu klein machen, vollends nicht, wenn das Seil über die Rolle laufen soll; das starke Seil einer Drahtseilbahn darf man an den Auflagestellen keinen scharfen Knick bilden lassen; bei schnell laufenden Riemen darf man nicht von der Elastizität des Fadens absehen, wenn man die an solchen Riemen beobachteten Erscheinungen erklären will. Eine auf der Annahme des starren Körpers beruhende Berechnung würde in ihren Ergebnissen nicht im Einklang mit der Wirklichkeit stehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Ed. Autenrieth
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschland

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