Über die serologischen Untersuchungsmethoden als Hilfsmittel zum Nachweis der Trypanosomenkrankheiten im besonderen der Beschälseuche

  • R. Offermann

Zusammenfassung

Durch die Untersuchungen von Lange1) ist die makroskopische Agglutination als diagnostisches Hilfsmittel zur Feststellung der Trypanosomenkrankheiten empfohlen worden. Lange hat als erster gezeigt, daß sich Trypanosomen in der von ihm angegebenen Weise gut agglutinieren lassen. Wink1er und Wyschelessky2) haben den Nachweis erbracht, daß auch die Komplementbindung sich eignet, um die vielfach latent verlaufende Beschälseuche der Pferde zu diagnostizieren. Die übrigen in der Literatur vorliegenden Arbeiten über die Komplementbindung bei Trypanosomenkrankheiten kommen für diese Versuche nicht in Betracht, da sie in der Versuchstechnik zu sehr abweichen, denn alle Autoren geben an, daß sie als Antigen Organextrakt anwandten, also nach der Wassermannschen Methode arbeiteten. Levaditi und Mutermilch verwandten ein Antigen aus getrockneten Trypanosomen und später einfach frische Trypanosomenaufschwemmungen. Zu genauen und zuverlässigen Ergebnissen führten die bisher angestellten Versuche mit Ausnahme von Winkler und Wyschellesky2) jedoch nicht. Matthes3) stellte Agglutinationsversuche an und kam zu positiven Ergebnissen. Von praktischer Bedeutung war nun weiterhin die Lösung der Frage, innerhalb welcher Zeit, vom Zeitpunkt der Infektion ab gerechnet, die biologisch aktiven Reaktionskörper, die Agglutinine und die komplementbindenden Amboceptoren, im Blutserum der mit Beschälseuchetrypanosomen infizierten Tiere auftreten, namentlich auch, ob der Nachweis solcher Antikörper schon zu einer Zeit gelingt, zu der klinische Krankheitserscheinungen noch nicht nachweisbar sind.

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Referenzen

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • R. Offermann

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