Advertisement

Die staatliche Kontrolle privater Betriebe

  • Ludwig Bernhard

Zusammenfassung

Die sozialpolitische Gesetzgebung stand wirklich nur auf dem Papier — solange es nicht staatliche Beamte gab, die die Befolgung der Gesetze kontrolliertcn. Das hat man in allen Industrieländern erfahren, seitdem England im Jahre 1833 die Gewerbeinspektion geschaffen hat.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1).
    Immerhin dürften folgende Zahlen von Interesse sein: Im englischen Bergbau kommt auf 23000 Mann Belegschaft ein staatlicher Aufsichtsbeamter, in Preußen auf 3430 Bergarbeiter ein staatlicher Aufsichtsbeamter.Google Scholar
  2. 2).
    Jahresbericht der Königlich Preußischen Regierungs-und Gewerberäte für 1909, S. 8, 15, 25, 32, 55, 69, 88, 101, 107, 113, 124, 145, 156, 191, 204, 218, 227, 241, 250, 271, 285, 298, 311, 326, 360, 373, 393, 405, 440, 472, 488, 509, 515.Google Scholar
  3. 1).
    A. a. O. S. 15.Google Scholar
  4. 2).
    Ausführungsanweisung zur Gewerbeordnung für das Deutsche Reich vom 1. Mai 1904, Ziffer 225.Google Scholar
  5. 1).
    b der Gewerbeordnung.Google Scholar
  6. 2).
    Die Volkspartei hatte beantragt, § 105e, Absatz 2 betr. das „Verzeichnis“ zu streichen. Reichstagsverhandlung vom 14. und 16. Februar 1891.Google Scholar
  7. 3).
    Der Regierungsvertreter hatte, als die Rede Payers so großen Eindruck machte, damit gedroht.Google Scholar
  8. 1).
    Bebe1 beantragte, den Arbeitgeber zu zwingen, daß er das „Verzeichnis“ am Schlusse jeden Monats der Behörde in Abschrift mitteile. Payer bemerkte hierzu: „Wer nach der Polizei schreit, meine Herren, das sind (zu den Sozialdemokraten gewendet) Sie!”… „Dasjenige Organ der Staatsverwaltung, welches von Berufs wegen sich in die Verhältnisse der Industrie eindrängt, nennen Sie, wenn dieses Eindringen Ihnen nicht paßt, Polizeidiener; wenn aber das Eindringen Ihnen paßt, dann ist es — der Herr Aufsichtsbeamte.“Google Scholar
  9. 1).
    Siehe S. 22 fg. Die Formulare sind mit kleinen Änderungen entnommen dem Kommentar, den der Regierungs-und Gewerberat Oppermann zu der Bundesratsverordnung vom 19. Dezember 1908 verfaßt hat.Google Scholar
  10. 1).
    Die regelmäßigen Wechselschichten sind in Spalte 3 als Überarbeit nicht einzutragen, wohl aber alle arbeit in ihrer vollen Dauer.Google Scholar
  11. 2).
    Die Sonn-und Festtage sind rot zu bezeichnen.Google Scholar
  12. 1.
    Die sich auf Sonn-und Festtage beziehenden Eintragungen — vorstehend umrahmt — werden in roter Tinte eingetragen.Google Scholar
  13. 2.
    In Spalte 9 ist far jeden Tag der Monatshälfte eine Unterabteilung vorhanden, die in T. und N. = Tagschicht und Nachtschicht zerlegt ist.Google Scholar
  14. 3.
    Die sich auf die Überstunden beziehende Spalte 6 hat in jeder horizontalen Reihe eine Teilung erfahren. Oberhalb dieses Teilungsstriches werden die Überstunden an Werktagen, unterhalb des Teilungsstriches die Überstunden an Sonntagen eingetragen.Google Scholar
  15. 4.
    Die Aufsummierung der Spalten 5 und 6 dieses Schichtenbuches geben unmittelbar die Ziffern für die Ausfüllung der Spalten 5–13 des „Auszuges aus den Lohnlisten“ (§ 2 Abs. 2 der Großeisenverordnung).Google Scholar
  16. 6.
    Bezüglich der Eintragungen des Anfangs und des Endes der Überstunden wird zur Voraussetzung gemacht, daß der wirkliche Zeitpunkt und nicht etwa ein fingierter (zwecks Festsetzung und Bemessung der für Überarbeit zu leistenden Lohnzuschlfge) eingeschrieben wird.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • Ludwig Bernhard
    • 1
  1. 1.StaatswissenschaftenUniversität BerlinBerlinDeutschland

Personalised recommendations