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Untersuchungen über die Faradische Auslösung des Normalen und des Babinskischen Fuszsohlenreflexes

  • Emil Tremmel

Zusammenfassung

Schon früher haben nicht selten Ärzte bei elektrischen Untersuchungen der unteren Extremität beobachtet, daß man bei deutlich vorhandenem Babinskischen Phänomen dieses auch mit dem elektrischen Strom (wie durch Schmerz- und Temperaturreize usw.) auslösen kann. Dagegen fanden bisher noch keine planmäßige Untersuchungen über das Verhalten der typischen Hautreflexe gegenüber dem elektrischen Reiz statt.

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Literatur

  1. 1).
    Ich möchte, um Mißverständnissen vorzubeugen, bezüglich des etwas befremdenden Begriffs „Wechsel der Stromrichtung“ beim faradischen Strom ausdrücklich folgendes bemerken: Es ist mir selbstverständlich bekannt, daß die Bezeichnung der Stromrichtung (Ka. und An., N (normal) und W. (Wechsel) an den Apparaten nur für den galvanischen Strom bestimmt sind. Unter gewöhnlichen Verhältnissen kann man aber doch wohl mit einiger Vorsicht und innerhalb gewisser Grenzen auch bei dem induzierten Strom der gebräuchlichen Apparate von einer Polwirkung sprechen (wenn wir sie auch diagnostisch und therapeutisch ganz zu vernachlässigen gewöhnt sind und der — sit venia verbo — faradischen Kathode und Anode ganz dieselbe Wirkung zuschreiben). Für unseren (gut funktionierenden) Apparat (Reiniger, Geppert und Schall) war nun eine derartige Polwirkung bei der Faradisation zweifellos ganz k o n -stant vorhanden. Wir selbst haben sie oft genug bei uns festgestellt und auch die Patienten gaben stets die veränderte Einwirkung des faradischen Stroms bei „Stromwechsel” an. Es sei mir deshalb gestattet, für die vorliegende Arbeit aus Gründen der Kürze stets, von „Stromrichtung“ und „Stromwechsel” bei faradischer Reizung zu sprechen.Google Scholar
  2. 2).
    Ich möchte dies neue Phänomen des nur bei einem bestimmten Wechsel der Stromrichtung auftretenden Ba. ph. der Kürze halber als „Stromwechselbabinski“ bezeichnen.Google Scholar
  3. 1).
    Ich bemerke, daß Jakobsohn anfangs der Ansicht war, daß sein Fingerbeugereflex für eine organische Erkrankung spräche.Google Scholar
  4. 2).
    Wie außerordentlich die spastischen Phänomene der Hysterie den organisch bedingten ähneln können, lehren die Fälle von hysterischer „pseudospastischer Parese mit Tremor“ (Nonne-Fürstner) außerdem hat Ziehen einseitige Sehnenhyperreflexie bei hysterischen Monoplegien beschrieben.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1915

Authors and Affiliations

  • Emil Tremmel

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