Primäre Resistenz bei Chemotherapeutica zweiter Ordnung

  • K.-H. Schröder

Zusammenfassung

Die Chemotherapeutica II. Ordnung sind seit einer Reihe von Jahren in die Behandlung eingeführt. Man kann daher mit dem Auftreten primärresistenter Stämme rechnen. Wir haben damit im Prinzip die gleiche Situation wie bei den Medikamenten I. Ordnung. Auch die Kriterien für die Beurteilung der Sensibilität sind die gleichen: aus zahlreichen Untersuchungen von Stämmen unbehandelter Patienten wissen wir, daß auf einem medikamenthaltigen Nährboden bestimmter Konzentration kein Wachstum mehr zu beobachten ist (minimale Hemmkonzentration) oder daß es doch einen bestimmten Anteil des Kontrollwachstums nicht überschreitet (kritische Proportion). Wächst der Stamm auf der minimalen Hemmkonzentration oder sogar auf einer noch höheren, so ist er resistent. Die kritische Proportion bei den Mitteln II. Ordnung beträgt 10% und ist damit um das 10fache größer als bei denen I. Ordnung. Die zur Beimpfung der Röhrchen verwendete Keimmenge muß daher besonders sorgfältig standardisiert werden, weil der Anteil des Kontrollwachstums (bis 10%) mit ausreichender Genauigkeit geschätzt werden muß. Die Zahl der ausgewachsenen Kolonien darf daher weder zu groß noch zu klein sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • K.-H. Schröder
    • 1
  1. 1.Institut für experimentelle Medizin und BiologieForschungsinstitutBorstelDeutschland

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