Advertisement

Zusammenfassung

Am nächsten Tage rief der „Diagnostiker“ den Fabrikleiter telephonisch an, um sich zu erkundigen, wann ihm eine kurze Rücksprache bezüglich des Werkes angenehm wäre. Die Zusammenkunft fand an demselben Nachmittage statt. Nach einer allgemeinen Unterhaltung über den Charakter des Geschäftes, den guten Namen, den sich die Erzeugnisse erworben haben, über das Erreichte und die Aussichten, sagte der Doktor: „Der Zustand Ihres Geschäftes hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem berühmten Athleten, den ich vor einigen Jahren behandelte, als er sich zu einem großen Wettkampfe vorbereitete. Sein Körper hatte ungefähr 95% der Vollkommenheit erreicht, sein Geist 90%. Seine Fähigkeiten mußten beiderseits auf 98% gesteigert werden, falls es ihm gelingen sollte, den Weltrekord zu schlagen. Als ich ihn untersuchte, ging ich von der Annahme aus, daß eine Schwäche in irgend einer seiner Muskeln oder Organe vorhanden sein und daß irgend einer der hunderte von Gründen, die einen Mangel an körperlicher oder geistiger Vollkommenheit zur Folge haben, vorliegen könnte. Ich untersuchte ihn vom Scheitel bis zur Sohle, stellte Pulsschlag, Blutdruck, Ausatmung und Verdauung fest.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1).
    Gemeint ist Fred. W. Taylor, der Vater der „Wissenschaftlichen Betriebsführung” (Scientific Management).Google Scholar
  2. 2).
    Die drei Genannten gehören zu den bekanntesten amerikanischen Sachverständigen für moderne Arbeitsmethoden und Lohnsysteme,Google Scholar
  3. 1).
    „Dispositions-Abteilung ist als Wiedergabe des in unter Scientific Management” arbeitenden amerikanischen Fabriken üblichen Ausdruckes „Planning Room” gewählt. Die Aufgabe dieser Abteilung besteht darin, die einzelnen Arbeitsstücke und Hilfsmittel in geordneter Weise durch die verschiedenen Betriebsabteilungen zu leiten. Folgende Aufstellung gibt über die hauptsächlichsten Pflichten des „Planning Rooms” Aufklärung: a) Angabe der Zeichnung oder des Musters. b) Ausfertigung der Stückliste. c) Angaben über zu benutzende Maschinen, Werkzeuge oder Montagematerial, Auf- und Abladen, Transport von Maschine zu Maschine d) Angabe der Reihenfolge, in welcher die Arbeit an den verschiedenen Teilen vorgenommen werden soll. e) Angaben über Anzahl der Stücke die hintereinander durch eine Operation gehen sollen. f) Angabe der vorgeschriebenen Dauer der Arbeitsleistung ür jedes einzelne Stück einer Stück-Menge. g) Angabe der Abteilung(en) oder Abteilung(en) und Maschine(n), wo die einzelnen Operationen vorgenommen werden sollen. Die unter c) erwähnten Vorschriften werden auch unter dem Ausdrucke „routing” zusammengefaßt, der damit beschäftigte Beamte, der „routing clerk”, bekleidet einen äußerst verantwortlichen Posten.Google Scholar
  4. 1).
    In einem nach den Grundsätzen der wissenschaftlichen Betriebsführung organisierten Werke gibt es neben den „ausübenden” Meistern, die in der Werkstatt tätig sind, auch noch „überwachende” Meister, die in einem den Betrieb überwachenden Büro arbeiten.Google Scholar
  5. 1).
    Motion Study von Frank B. Gilbreth mit Einleitung von R. Th. Kent. Deutsche Übersetzung von Colin Ross. Verlag von Julius Springer, Berlin 1921.Google Scholar
  6. 2).
    Die Worte in eckigen Klammern sind von Kent hinzugefügt. 3) auch Kinematographie.Google Scholar
  7. 1).
    The twelve Prinoiples of Efficiency von Harrington Emerson Verlag der Engineering Magazin Co. New York 1913.Google Scholar
  8. 1).
    Es sei hier besonders auf die in Amerika gebräuchliche Art Massenartikel usw. zu vertreiben hingewiesen. Die Fabrik verkauft an Grossisten (wholesalers), diese an Mittelmänner oder Verleger (jobbers), diese wiederum an Klein- oder Ladenverkaufer (retailers). Das kaufende Publikum erhält die Waren also erst aus vierter Hand.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • William Kent

There are no affiliations available

Personalised recommendations