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Elektrodynamische Maassbestimmungen

  • Wilhelm Weber

Zusammenfassung

Die elektrischen Flüssigkeiten, wenn sie in den ponderabeln Körpern bewegt werden, verursachen Wechselwirkungen der Moleküle dieser ponderabeln Körper, von welchen alle galvanischen und elektrodynamischen Erscheinungen herrühren. Diese von den Bewegungen der elektrischen Flüssigkeiten abhängenden Wechselwirkungen ponderabler Körper sind in zwei Klassen zu theilen, deren Unterscheidung für die genauere Erforschung der Gesetze wesentlich ist, nämlich: 1. in solche Wechselwirkungen, welche jene Moleküle auf einander ausühen, wenn ihr gegenseitiger Abstand unmessbar klein ist, und die man mit dem Namen der galvanischen oder elektrodynamischen Molekularkräfte bezeichnen kann, weil sie im Innern der Körper Statt finden, durch welche der galvanische Strom hindurch geht, und 2. in solche Wechselwirkungen, welche jene Moleküle auf einander ausüben, wenn ihr gegenseitiger Abstand messbar ist, und die man mit dem Namen der aus der Ferne (im umgekehrten Verhältnisse der Quadrate der Abstände) wirkenden galvanischen oder elektrodynamischen Kräfte bezeichnen kann.

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Referenzen

  1. Wilhelm WeberGoogle Scholar
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    Mémoire sur la théorie mathématique ‘des phénomènes électrodynamiques uniquement déduite de l’expérience. Mémoires de l’académie royale des sciences de l’institut de France. Année 1823.Google Scholar
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    Ampère giebt a. a. O. folgende Beschreibung seines Instruments: Auf einem Gestell TT’ (Fig. 1) von der Form eines Tisches erheben sich zwei Säulen EF, EF’, mit einander durch zwei Querstäbchen LL’, FF’ verbunden; eine Axe G H wird von diesen beiden Stäbchen in vertikaler Lage gehalten, Ihre beiden Enden G und H sind zugespitzt und greifen in konische Vertiefungen ein, deren eine in dem unteren Querstäbchen LL’, die andere am Ende einer Schraube KZ sich befindet, welche durch das obere Querstäbclien FF f hindurchgeht und zur Feststellung der Axe GH dient, ohne dieselbe zu klemmen. Mit dieser Axe ist bei C ein Arm Q O fest verbunden, dessen Ende mit einem Charnier versehen ist, in welches die Mitte eines Kreisbogens A A’ eingreift, welcher, aus einem Metalldraht gebildet, stets in horizontaler Lage bleibt und dessen Halbmesser dem Abstande des Punktes 0 von der Axe G H gleich ist. Dieser Kreisbogen wird durch ein Gegengewicht Q balancirt, um die Reibung der Axe GH in den konischen Vertiefungen, in welche sie eingreift, zu vermindern.Google Scholar
  4. 1).
    Denn bezeichnet a die Intensität des ganzen ungeteilten Stroms, wie er durch den Multiplikator geht, b und c die Intensität der beiden Ströme m welche jener sich theilt, von denen b durch die Bifllarrolle, c durch den Hülfsdraht vv’ Fig. 2 geht, welcher Anfang und Ende der Bifllarrolle verknüpft; so ist a = b + c, undGoogle Scholar
  5. dem OHM’schen Gesetze gemäss verhalten sich die Intensitäten b : c umgekehrt wie die gemessenen Widerstände, d. i. b :c=1 : 245,26; folglich b :a = b:b + c=1 : 246,26.Google Scholar
  6. 1).
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    Die Boussole stand nahe an der Wand eines Nebenzimmers, in welchem grosse Magnete aufgestellt waren; wurden diese Magnete entfernt, so sank der Werth von T auf 1,83 herab, was ungefähr der gegenwärtige Werth des horizontalen Theils des Erdmagnetismus in Leipzig ist.Google Scholar
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    [Gauss’ Werke, Bd. V, p. 374.]Google Scholar
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    Beide Ströme stammten von derselben konstanten Säule her und die verschiedene Intensität derselben in den beiden Rollen war durch eine Theilung des Stroms bewirkt worden.Google Scholar
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    Dieser Werth ergab sich noch kleiner, wenn man zugleich den Strom in der festen Bolle unterbrach, weII. dieser Strom auch bei geöffneter Bifilarrolle noch in der messingenen Fassung der letzteren während der Schwingung Ströme inducirte, gerade so, wie dies auch in der ersten Versuchsreihe mit den Magneten der Fall gewesen war, die aber weit schwächer wirkten.Google Scholar
  13. 1).
    Es lassen sich elektrodynamische Versuche mit zwei Dynamometern so anordnen, dass die Elektricität in dem einen succesive, in dem anderen simultan durch die feste und schwebende Bolle geführt wird. Durch Vergleichung der Angaben beider Instrumente, wenn eine Batterie durch sie entladen würde, würde sich die Kontinuirlichkeit oder Diskontinuirlichkeit des Stroms genauer erforschen lassen.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1893

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Weber

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