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Zusammenfassung

Kaum eine andere mit der Erdölindustrie verknüpfte Frage ist bisher so wenig durchgearbeitet geblieben wie die der Klassifikation und Nomenklatur der Erdölprodukte. Nicht nur in verschiedenen Ländern, sondern oft von verschiedenen Produzenten desselben Landes werden diese Produkte verschieden eingeteilt und besonders mit verschiedenen Namen belegt. Eine rationelle Klassifikation stößt hier auf um so größere Schwierigkeiten, als es an einem allgemein anerkannten einheitlichen Prinzip der Einteilung mangelt und es sich als bequem erweist, bald die physikalischen Eigenschaften, bald die Verwendungsart der Produkte ihrer Klassifikation zugrundezulegen. Auch kann man sich nicht einer und derselben physikalischen Eigenschaft als Einteilungsprinzip für alle Gruppen von Erdölprodukten bedienen, sondern ist gezwungen, für verschiedene Gruppen verschiedene Eigenschaften als besonders maßgebend zu wählen. So z. B. wird man Benzine in erster Linie nach ihren Siedegrenzen, Leuchtöle und Schmieröle nach den Flammpunkten und Zähigkeiten, Paraffine nach den Schmelzpunkten usw. charakterisieren. Als der am leichtesten zu bestimmenden und für Produkte bekannter Provenienz (aber auch nur für solche!) charakteristischen Eigenschaft, kommt auch dem spezifischen Gewichte bei der Klassifikation der Erdölprodukte eine wichtige Rolle zu.

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Literatur

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    Interessant ist es zu bemerken, daß man in Rußland mit dem Namen „Gasolin“ nicht das leichte Benzin, sondern entweder das aus dem Erdöl bei der ersten Destillation gewonnene, unrektifizierte Benzin oder auch die schweren Benzinsorten bezeichnet.Google Scholar
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    Bei niedrigeren Temperaturen müssen allerdings, umgekehrt die Kurven der amerikanischen Ole steiler als die der russischen verlaufen, da die ersteren infolge ihres Paraffingehalts im allgemeinen bei höheren Temperaturen als die letzteren erstarren. In dem niedrigen „Goldtest“ liegt eben der wichtigste Vorzug der russischen Spindel-und Maschinenöle vor den amerikanischen; die russischen Maschinenöle erstarren unterhalb —100, Spindelöle unterhalb —20°; die amerikanischen, je nach dem Grade der Entparaffinierung, bereits von 00 an.Google Scholar
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    Zu nennen wäre hier nur die Arbeit von Pyhälä über „die nadelförmigen Paraffinkristalle und ihre Bedeutung für das schottische Schwitzverfahren“ (Petroleum 4, 1396). Wie der Verfasser ausführt, ist die Bildung von blättrigen Kristallen für das Schwitzen von Paraffin außerordentlich schädlich, kann sogar unter Umständen das Verfahren undurchführbar machen. Die in Blättchen kristallisierende Masse bildet nämlich beim schnellen Abkühlen in Trögen eine homogene Masse, die beim Schwitzen durchweg weich und schmierig wird; beim langsamen Kühlen bilden sich schöne große Blätter, die sich aber horizontal legen und von den umhüllenden öligen Bestandteilen stark angegriffen werden; das Schwitzen dauert daher sehr lange (2 bis 3 Wochen) und ergibt trotzdem nicht ganz reines Paraffin. Wird dagegen die Kristallisation richtig durchgeführt, so bilden sich 15 bis 20 mm lange und 0,5 bis 1 mm dicke, blendend weiße Paraffinnadeln, die die ganze Masse des Kuchens durchdringen, während die Zwischenräume mit erstarrtem Öl und Weichparaffin erfüllt sind; diefe fließen dann beim Schwitzen leicht heraus, und das fertige Produkt ist vollkommen weiß und transparent. Leider aber hat Pyhälä gerade die wichtigste und auch theoretisch interessanteste Frage über die Bedingungen der Kristallisation unerörtert gelassen.Google Scholar
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    Als sehr zweckmäßig hat sich der kleine, von Shukoff vorgeschlagene Apparat erwiesen, worin die Wärmeisolation mittels des Dewarschen evakuierten Hohlmantels bewirkt wird.Google Scholar
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    Da das spezifische Gewicht des festen Anteils 0,8836, des Oles 0,8809, des ursprünglichen Vaselins aber nur 0,8785 betrug, und das Auflösen von Paraffin, wie auch sein Schmelzen, von einer starken Volumzunahme begleitet wird, so muß ein bedeutender Teil der Paraffinkohlenwasserstoffe im Vaselin in gelöstem Zustande enthalten sein; bei der Behandlung mit Atheralkohol hat nicht nur eine Scheidung des festen von dem öligen Teile, sondern auch eine Ausfällung des im 01 gelösten Paraffin stattgefunden.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1913

Authors and Affiliations

  • L. Gurwitsch
    • 1
  1. 1.Verwaltung der Naphthaproduktionsgesellschaft Gebr. Nobel in St. PetersburgDeutschland

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