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Über die Strahlung der Feuergase

  • Max Moeller
  • Hans Schmick
Part of the Wissenschaftliche Veröffentlichungen aus dem Siemens-Konzern book series (WVSK, volume 4)

Zusammenfassung

Kürzlich hat A. Schack1) einen allgemeinen Ausdruck für die Kohlensäure- und Wasserdampfstrahlung in technischen Feuerungen abgeleitet, aus dem sich quantitativ die Bedeutung ergibt, welche der Strahlung neben der Konvektion für den Wärmeübergang2) zukommt. Bekanntlich erfolgt die Emission und Absorption der Kohlensäure, des Wasserdampfes, des Kohlenoxyds usw. nicht kontinuierlich, sondern in bestimmten charakteristischen Bezirken des ultraroten Spektrums. Für jede der in Betracht kommenden ultraroten Banden eines Gases ermittelte nun Schack einmal den in das betreffende Wellenlängenintervall fallenden Teil der schwarzen Strahlung, dann die integrale Absorption dieser Strahlung in einer Gasschicht gegebener Stärke. Daraus folgt dann nach dem Kirchhoffschen Gesetz umgekehrt die Emission der Gasschicht in dem betreffenden Wellenlängengebiet. Die Schichtstärke ist dabei gegeben durch das Produkt p · s aus Partialdruck p und Schichtdicke s. Tatsächlich dürfen bei konstantem Gesamtdruck des Gasvolumens, z. B. Atmosphärendruck, der Partialdruck und der Strahlenweg im Absorptionsgesetz miteinander vertauscht werden. Die genaueren Absorptionsdaten entnimmt Schack der Literatur. Sie wurden zumeist bei niedrigen Temperaturen gemessen, während doch die Strahlung für hohe Temperaturen berechnet werden soll. Es hat sich aber gezeigt, daß bei konstantem Gesamtdruck, z. B. Atmosphärendruck, die Absorption größenordnungsgemäß wenigstens bis zu etwa 1000 ° C temperaturunabhängig ist. Die Anwendung des Kirchhoffschen Gesetzes auf die Wärmestrahlung der Gase erscheint sichergestellt.

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Hinweise

  1. 1).
    H. Schmidt: Prüfung der Strahlungsgesetze der Bunsenflamme. Ann. Physik Bd. 29, S. 971. 1909.CrossRefGoogle Scholar
  2. 1).
    E. v. Bahr: Ann. Physik. (4), Bd. 29, S. 780. 1909.MathSciNetCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1925

Authors and Affiliations

  • Max Moeller
  • Hans Schmick

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