Untersuchung über die Entstehung von Kontaktbögen

  • H. Paul Fink

Zusammenfassung

Es ist nicht nur für die Schalttechnik von großer Bedeutung, die Vorgänge beim Auseinanderziehen (Öffnen) eines unter Spannung stehenden metallischen Kontaktes zu kennen, sondern diese sind auch rein physikalisch von großem Interesse und führen auf eine Reihe von Fragen aus der Grenzflächen- und Gasentladungsphysik, denen grundsätzliche Wichtigkeit beizumessen ist. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer hierhergehörenden Teilfrage, nämlich damit, wann und untér welchen Bedingungen sich zwischen den Kontaktelektroden ein sog. „Kontaktbogen“ ausbildet. Hierbei soll unter Kontaktbogen vorerst ganz allgemein die bekannte, optisch und unter Umständen auch akustisch wahrnehmbare Erscheinung verstanden sein. Von schalttechnischen Gesichtspunkten aus gesehen ist die Bedeutung dieser Teilfrage unmittelbar ersichtlich. Nicht nur die Lebensdauer eines Kontaktes — erinnert sei etwa an die Bemühungen, Vakuumkontakte ohne Kontaktbogen und die damit verbundene Stoffwanderung zu entwickeln —, sondern überhaupt die Brauchbarkeit eines Kontaktes als zuverlässiges Schaltelement hängen wesentlich davon ab, ob sich ein Kontaktbogen entwickelt oder nicht. Im Rahmen der allgemeinen Kontakttheorie, wie man sie den grundlegenden, systematischen Untersuchungen von R. Holm verdankt, ist aus dem Studium der Kontaktbogenbildung eine erwünschte Vertiefung und Erweiterung der Einsichten in die grenzflächenphysikalischen Vorgänge in Kontakten zu erwarten. Was hier daran interessierte, waren in erster Linie gewisse gasentladungstheoretische Probleme, die zusammenhängen mit der Theorie der Entwicklung und des Mechanismus von Bogenentladungen so geringer Länge, wie man sie anderweitig nicht verwirklichen kann. Derartige Kontaktbögen werden oft auch als Abreißbögen bezeichnet.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1938

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  • H. Paul Fink

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