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Zusammenfassung

Das Schwetzinger Schloß steht auf den Fundamenten einer alten Wasserburg. Ob sie schon vorhanden war, als die Staufer in der Blütezeit des deutschen Rittertums ihre Herrschaft durch einen ausgedehnten Burgenbau entlang des Rheins befestigten, läßt sich nicht nachweisen. Inwendig muten kleine Erkerzimmer, gotische Gewölbe und verwinkelte Gänge ebenso altertümlich an wie die schmalen Spindeltreppen, auf denen man zu den elegant ausgestatteten Schloßräumen der Kurfürsten des 18. Jahrhunderts emporsteigt. Die baulichen Erweiterungen und Erneuerungen des Schlosses seit dem Ende des Mittelalters bis zum Dreißigjährigen Krieg sind deutlich erkennbar geblieben, vor allem aus der Zeit Ludwigs V. und Friedrichs IV. 1657 ließ Kurfürst Carl Ludwig das zerstörte Jagdschloß für sich und Luise von Degenfeld, seine Gemahlin zur linken Hand, wieder aufbauen, um dort mit ihr und seiner großen Kinderschar ein ungestörtes Familienglück zu genießen. Der kleine ländliche Garten, in dem die Pfälzer Liselotte mit ihren Stiefgeschwistern spielte, war damals noch durch eine Brücke mit dem Festungsring der alten Burg verbunden. Ihr Bruder, Kurfürst Carl, verlieh dem Garten erstmals ein südliches Kolorit, aber nur für kurze Zeit, denn 1689 wurde das Schwetzinger Schloß von den Franzosen zerstört und der Garten verwüstet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • Lili Fehrle-Burger

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