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Astronomische Navigation

  • Joseph Krauß
  • Martin Berger
Part of the Handbuch für die Schiffsführung book series (SCHIFFSFÜHRUNG, volume 1)

Zusammenfassung

Die Lage der Gestirne an der Himmelskugel bestimmt man in der nautischen Astronomie 1. abhängig vom Beobachtungsort durch zwei Koordinaten im Koordinatensystem des wahren Horizontes und 2. unabhängig vom Beobachtungsort durch zwei Koordinaten im Koordinatensystem des Himmelsäquators.

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Literatur

  1. 2.
    Kulmination und Meridiandurchgang eines Gestirns fallen nicht immer ganz zusammen. Im allgemeinen unterscheidet man nicht streng zwischen Kulmination und Meridiandurchgang eines Gestirns, so daß dann die Kulminationspunkte aller Gestirne im Meridian liegen (s. a. S. 289 und 290).Google Scholar
  2. 3.
    ekleipsis (gr.) = Verfinsterung.Google Scholar
  3. 1.
    synodos (gr.) = Zusammenkunft.Google Scholar
  4. 2.
    Der Sextant wurde 1731 von JOHN HADLEY (t 1744) erfunden. Bis dahin wurden die Höhenmessungen auf See mit See-Astrolabien, dem JAlcoas-Stab und dem DAvls-Quadranten (DAvIS t 1605) ausgeführt. Fast gleichzeitig mit HADLEY baute der Amerikaner THOMAS GODFREY das hölzerne Modell eines ähnlichen Gerätes. 1773 erfand RAMSDEN eine Kreisteilmaschine, die es ermöglichte, Instrumente herzustellen, mit denen man Winkel auf eine halbe Bogenminute genau messen konnte.Google Scholar
  5. 3.
    Bei den neueren Sextanten ist der sog. „große“ Spiegel oft kleiner als der sog. „kleine” Spiegel (s. Abb. 115, S. 248).Google Scholar
  6. 1.
    Siehe Fußnote 3, Seite 243.Google Scholar
  7. 2.
    Alhidade, arab. al-hidad = Pfeiler, Säule, Pfosten.Google Scholar
  8. 3.
    Limbus, lat. = Saum, Streifen.Google Scholar
  9. 4.
    Erfunden 1631 von dem französischen Mathematiker PIERRE VERNIER (1580–1637) und von ihm benannt nach dem Portugiesen PETRUS NONIUS (1492–1577).Google Scholar
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  12. 1.
    Die erste Taschenuhr stellte der Nürnberger Schlossermeister PETER HENLEIN (1480–1542) um 1500 her. Die erste Pendeluhr wurde von dem Holländer HUYGHENS (1629–1695) um 1656 hergestellt. Das erste brauchbare Chronometer wurde 1761 von dem Uhrmacher JOHN HARRISON (1693 bis 1776) gebaut. Bis dahin wurde auf See die Zeit eines Meridians nur aus Monddistanzen oder Sternbedeckungen mit Hilfe sog. „Mondtafeln“, später „Monddistanztafeln”, gefunden.Google Scholar
  13. 1.
    Die Schiffsuhr zeigt also im allgemeinen nur im Mittag des betreffenden Tages die genaue WOZ an. Zu jeder anderen Zeit ist an diese Uhrzeit eine Beschickung anzubringen,um aus ihr die WOZ zti erhalten. Die Beschickung ist immer gleich dem Längenunterschied zwischen der Länge, auf der sich das Schiff im Augenblick befindet, und dem Längengrad (meistens die verlassene oder die voraussichtliche Mittagslänge), für den die Uhr auf WOZ gestellt ist. Ist die augenblickliche Länge östlicher als die Länge des Meridians, für den die Uhr WOZ zeigt, so muß man zur UZ den „Lg. U. in Zeit“ addieren,um WOZ zu erhalten. Ist die augenblickliche Länge westlicher als die Länge des Meridians, für den die Uhr WOZ zeigt, so muß man von der UZ den „Lg. U. in Zeit” subtrahieren,um WOZ zu erhalten. Das Verfahren ist altmodisch und umständlich.Google Scholar
  14. 2.
    Schiffe, deren Uhren nach WOZ gehen, stellen bei Annäherung an die Küste oder beim Einlaufen in den Hafen ihre Uhren auf die gesetzliche Zeit am Orte.Google Scholar
  15. 1.
    PULFRICH war bis zu seinem Tode Mitarbeiter der Firma Carl Zeiss. Zwei Weiterentwicklungen des PuLFRicu-Kimmtiefenmessers wurden später noch von Zeiss gebaut.1 Hydrographic Office, Washington, Publicationsnr. 214.Google Scholar
  16. 2.
    Satz = 14 Karten, Hydrographic Office, Washington.Google Scholar
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    DHI, Hamburg, vorrätig von 0–700 Br.Google Scholar
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    Näheres darüber siehe: Die amerikanischen Höhen-und Azimut-Tafeln H.O. 214 (Dr. H. C. FREIESLEBEN), Eckardt Meßtorff Verlag, Hamburg. Navigation (Dr. H. C. FREIESLEBEN), S. 152ff. Matthiesen Verlag, Lübeck und Hamburg. Der Seewart, Heft 1/54, S. 27.Google Scholar
  19. 1.
    Näheres siehe „Azimut-Nomogramme für alle Stundenwinkel und Deklinationen im Bereich der geogr. Breiten von 80° S bis 80° N“ (Prof. Dr. H. STRASSL), Forschungsbericht Nr. 512 des Wirtsch.- u. Verk.-Ministeriums Nordrh.-Westf., Westdeutscher Verlag 1959, Köln und Opladen.Google Scholar
  20. 1.
    Die „astronomische Standlinie“ wurde zuerst von dem amerikanischen Kapt. THOMAS H. SUMNER erkannt, als er, von Amerika kommend, im Dezember 1837 bei schlechtem Wetter Irland ansteuerte und aus einer Sonnenbeobachtung mit verschiedenen Breiten verschiedene Längen berechnete. Dabei fand er, daß alle berechneten Punkte auf einer angenähert geraden Linie lagen.Google Scholar
  21. 2.
    Das Höhenverfahren wurde von dem franz. Admiral A. BLOND DE MARCQ St. Hilaire erdacht und zuerst bekanntgegeben in der Abhandlung „Calcul du point observé“. Revue Maritime et Coloniale, Juli 1875.Google Scholar
  22. 1.
    PAGEL, franz. Seeoffizier, der um 1860 von dieser Größe zur Bestimmung des Schiffsortes zuerst Gebrauch machte.Google Scholar
  23. 1.
    Vorausgesetzt wird dabei, daß die Standlinie fehlerfrei ist.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Joseph Krauß
    • 1
  • Martin Berger
    • 2
  1. 1.Bad SchwartauDeutschland
  2. 2.Bremen-SebaldsbrückDeutschland

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