Messung des Schwankungsspektrums und der mittleren Schwärzung entwickelter photographischer Schichten

  • H. Frieser
Conference paper
Part of the Mitteilungen aus den Forschungslaboratorien der Agfa Leverkusen-München book series (AGFA, volume 2)

Zusammenfassung

Um Aussagen über die Körnigkeit einer entwickelten photographischen Schicht zu machen und diese in bezug auf Körnigkeit zu bewerten, ist vor allem ein Verfahren erforderlich, mit dem man die körnige Struktur der Schicht physikalisch ausreichend beschreiben kann. Dazu reicht im allgemeinen die Angabe der Größe und der Größenverteilung der entwickelten Körner nicht aus. Dies liegt nur zum Teil daran, daß bei der unregelmäßigen Form, welche die Körner in manchen Entwicklern annehmen, die Größe, d. h. der mittlere Korndurchmesser bzw. die mittlere Kornfläche schlecht definiert ist. Es spielt vor allem die Verteilung der Körner in der Schicht eine ausschlaggebende Rolle. Solange diese zufällig ist, kann man mittels des mittleren Korndurchmessers gute Aussagen über die Körnigkeit machen. So ist auch die von Eggert und Küster [1] angegebene Methode, welche den Callierkoeffizienten zur Bestimmung benutzt und die im wesentlichen den mittleren Korndurchmesser mißt, in diesem Fall gut geeignet. Die Methoden versagen aber, wenn sich in der Schicht Kornhaufen bilden. Solche Haufenbildung tritt z. B. ein, wenn die Schicht mit Röntgenstrahlen oder Elektronen bestrahlt wurde (Eggert und Schopper [2]). Ähnliches beobachtet man bei Kopien, besonders wenn ein grobkörniges Negativ auf ein feinkörniges Kopiermaterial kopiert wird. In diesem Fall wird die Körnigkeit im wesentlichen durch die aufkopierte Kornstruktur des Negativs bestimmt, während mittlerer Korndurchmesser und Callierkoeffizient die Werte des Kopierfilms annehmen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • H. Frieser

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