Plasmatische Lamellensysteme bei Pflanzen

  • E. Heitz
Conference paper

Zusammenfassung

Bei 12 Arten aus den verschiedensten Gruppen und Familien der Laub- und Lebermoose, sowie einem Farn wurde das regelmäßige Vorkommen von plasmatischen Lamellen nachgewiesen. Es handelt sich um Doppellamellen, die paarweise an ihrer Peripherie zu flachen Kapseln zusammengeschlossen sind (Abb. 1). Der Inhalt der Kapseln ist meistens etwas dichter als das Cyto-plasma der Zelle (Abb. 1b, d, g, h). Von beiden heben sich die dichteren Einzellamellen deutlich ab. (Kontrastierung ist überflüssig). Die Lamellensysteme haben einen Breitendurchmesser von durchschnittlich 0,5, selten bis 0,8 µ (Abb. lc). In den Systemen sind meistens 5–7 Kapseln vereinigt. Der Höhendurchmesser der Kapseln beträgt 0,15 bis höchstens 0,2 µ. Die paarweise Kapselbildung benachbarter Lamellen (Abb. 1 in allen Figuren), ferner das häufige Auftreten von Vacuolen in der Nähe der Doppellamellen (Abb. 1, besonders in b, c, g, h) macht diese Lamellensysteme der Pflanzen denen bei Tieren — dort als „Golgiapparat“ bezeichnet, — homo-logisierbar.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • E. Heitz
    • 1
  1. 1.Max Planck-Institut für BiologieTübingenDeutschland

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