Kostentheoretische Perspektiven

  • Erich Gutenberg
Part of the Abteilung Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Werden die Faktoreinsatzmengen mit den Faktorpreisen multipliziert, so erhält man die Kosten des Faktoreinsatzes. Dieser Kostenbegriff ist zu eng, weil zu den Kosten auch Aufwendungen für Dienstleistungen, Steuern und öffentliche Abgaben rechnen. Diese Kostengrößen sind in den Produktionsfunktionen nicht enthalten. Unter Kosten sind deshalb Sachgüter, Werkstoffe, Arbeitsleistungen, Dienstleistungen, multipliziert mit ihren Preisen zuzüglich bestimmter Steuern und öffentlicher Abgaben zu verstehen. Bei den Produktionskosten handelt es sich jedoch weitgehend um Kosten des Faktoreinsatzes.

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Referenzen

  1. 1.
    Die Kostengrenzrelation ist die erste Ableitung (der Differentialquotient) der Gesamtkostenkurve. Die Grenzkosten stellen das Differential dar.Google Scholar
  2. 3.
    Aus der betriebswirtschaftlichen Literatur zur Kostentheorie sei vor allem verwiesen auf: Schmalenbach, E., Selbstkostenrechnung und Preispolitik, 6. Aufl., Leipzig 1934;Google Scholar
  3. 3a.
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    Vgl. hierzu Heinen, E., Anpassungsprozesse im Kokereibetrieb unter besonderer Berücksichtigung der quantitativen und intensitätsmäßigen Anpassung, in: Z. f. handelswiss. Forschung, N.F., 7. Jg. 1955, S. 106ff.; fernerGoogle Scholar
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    Vgl. hierzu im einzelnen die Abschnitte III, IV und V dieses Kapitels.Google Scholar
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    Siehe hierzu Band II.Google Scholar
  17. 1.
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  19. 1.
    Auf der Vorspinnmaschine (Krempel) werden die Wollflocken zu Einzelfasern geöffnet und zu einem dünnen Faden parallel zusammengelegt. Dieser Faserflor wird am Ende der Vorspinnmaschine in kleine Streifen zerlegt, die dann zu den sog. Vorgarnfäden lose zusammengedreht werden.Google Scholar
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    Vgl. hierzu Gaenslen, H. F., Produktionstechnische Formen der Anpassung an quantitative Nachfrageänderungen in Tuchfabriken unter besonderer Berücksichtigung der Kostenplanung, Diss. Köln 1960.Google Scholar
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    Plaut, H. G., Die Grenz-Plankostenrechnung, in : Z. f. Betriebswirtschaft, 23. Jg. 1953, S. 353.Google Scholar
  22. 1.
    Die Leistungen anderer Hilfsbetriebe, zum Beispiel Transportbetriebe, Betriebsleitung usw., werden auf die einzelnen Aggregate geschlüsselt. Hier wird davon abgesehen, diese geschlüsselten Beträge aufzuführen.Google Scholar
  23. 1.
    Man kann also nicht von einer beliebigen Ausbringung x ausgehen, sondern nur von einer Ausbringung, die m oder ein ganzes Vielfaches von m beträgt. Nur diese Ausbringungsmengen lassen sich bei rein quantitativer Anpassung realisieren.Google Scholar
  24. 1.
    Zu diesen intervallfixen Kosten können noch zusätzlich Kosten für die besondere Pflege, Bewachung und die spätere Wiederinbetriebnahme kommen. Die Höhe dieser Kosten ist auch abhängig von der Stillstandszeit und dem Grad der Betriebsbereitschaft, den das Unternehmen beibehalten will.Google Scholar
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    Würde der Betrieb die zeitliche Anpassung in der Weise vornehmen, daß er sämtliche verbleibenden Aggregate (z.B. drei Aggregate) zeitlich unterbeschäftigt, dann würden sich die gleichen Kosten ergeben, wie in dem Falle, den die Abb. 33 a zeigt.Google Scholar
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  29. 1.
    Schneider, E., Wirtschaftlichkeitsrechnung, Tübingen 1951, S. 73ff.Google Scholar
  30. 1.
    Vgl. die Ausführungen im zweiten Kapitel, Abschnitt II.Google Scholar
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    Vgl. hierzu die Ausführungen über die kritische Menge und die Kriterien der Verfahrensauswahl.Google Scholar
  32. 1.
    Schneider, E., Wirtschaftlichkeitsrechnung, Tübingen 1951, S. 73ff.Google Scholar
  33. 1.
    Vgl. die Ausführungen im zweiten Kapitel, Abschnitt II.Google Scholar
  34. 1.
    Vgl. hierzu die Ausführungen über die kritische Menge und die Kriterien der Verfahrensauswahl.Google Scholar
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    In diesem Sinne etwa Viner, J., Cost Curves and Supply Curves, in: Z. f. Nationalökonomie, Bd. 3 1932, S. 23 ff.Google Scholar
  36. 1.
    Vgl. hierzu Marshall, A., Principles of Economics, a.a.O., S. 374ff. und Opie, R., Marshall’s time analysis, in: The Economic Journal, Bd. 41 1931, S. 199ff.CrossRefGoogle Scholar
  37. 2.
    Der Übergang zwischen kurz- und langfristiger Anpassung ist vor allem dann flüssig, wenn sich der Betrieb zeitlich und quantitativ anpaßt. Die Stillegung oder Wiederinbetriebnahme von Betriebseinheiten (Werken, Betriebsabteilungen, Aggregaten usw.) bedeutet ja doch eine Anpassung mit der Kapazität, praktisch also mit der Betriebsgröße. Erweitert andererseits ein Betrieb seine bisherige Kapazität durch Anschaffung neuer zusätzlicher Maschinen, dann bedeutet diese zusätzliche Leistungsfähigkeit effektiv eine Zunahme des Produktionsvermögens. Dabei werden sich aber im Regelfall nicht alle Faktoren ändern, z.B. mag es nicht erforderlich sein, neue Gebäude zu errichten oder den obersten Führungsapparat zu vergrößern. Man nehme den Fall, daß eine Gießerei einen vierten Kupolofen anschafft, ohne die vorhandenen Öfen stillzulegen oder zu veräußern. Die Werkstattgebäude können in diesem Falle durchaus unverändert bleiben, wenn sie zur Aufnahme des vierten Ofens ausreichen. Auch die Betriebsleitung bleibt im wesentlichen unverändert. Soll man nun sagen, die Betriebsgröße sei unverändert geblieben, weil nicht auch die Gebäude noch zusätzlich vermehrt wurden? Zu dieser Auffassung müßte man kommen, wenn man sagt, eine Änderung der Betriebsgröße läge nur dann vor, wenn alle Faktoren variiert würden. Hier soll auf die bisher noch wenig herausgearbeitete Problematik des Begriffes der Betriebsgröße nicht weiter eingegangen werden, sondern nur darauf hingewiesen werden, daß es möglich sein müßte, den Begriff der Betriebsgröße (bzw. ihrer Änderungen) durch ein System von Anpassungsprozessen zu ersetzen. Zur Frage Kapazitätsmessung sei verwiesen auf Kern, W., Die Messung industrieller Fertigungskapazitäten und ihrer Ausnutzung, Köln und Opladen 1962; das Problem der Maßgrößen für den Betrieb wird behandelt in : Busse von Colbe, W., Die Planung der Betriebsgröße, Wiesbaden 1964, S. 29 ff.Google Scholar
  38. 1.
    Über multiple und mutative Anpassungsformen vgl. auch Busse von Colbe, W., a. a. O., S. 84ff.Google Scholar
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    Vgl. hierzu Gutenberg, E., Der Einfluß der Betriebsgröße auf die Kostengestaltung in Fertigungsbetrieben, in: Schweiz. Z. f. Kaufmännisches Bildungswesen, 50. Jg. 1956, S. 1ff. u. S. 28ff.Google Scholar
  40. 1.
    “If all the factors of production were finely divisible, like sand, it would be possible to produce the smallest output of any commodity with all the advantages of large-scale industry.” Robinson, J., The Economics of Imperfect Competition, London 1948, S. 334.Google Scholar
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    Knight, F. H., Risk, Uncertainty, and Profit, London, School Reprints of Scare Works No 16 1933, S. 98ff.;Google Scholar
  42. 2a.
    Kaldor, N., The Equilibrium of the Firm, in: Economic J., The Bd. 44 1934, S. 60ff., insbes. S. 65; Stigler, G. J., The Theory of Price, a. a. O., insbes. S. 202–206;CrossRefGoogle Scholar
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    Bain, Joe S., Price Theory, New York 1952, S. 86ff.Google Scholar
  44. 3.
    “(1) increased specialization made possible in general by the fact that the aggregate of resources is larger, and (2) qualitatively different and technologically more efficient units or factors, particularly machinery, made possible by a wise selection from among the greater range of technical possibilities opened up by the greater resources.” Chamberlin, E.H., The Theory of Monopolistic Competition, a. a. O., S. 235/236.Google Scholar
  45. 1.
    Steindl, J., Small and big Business, Oxford 1947, insbes. S. 11 ff. Vgl. hierzu unter anderem das Buch vonGoogle Scholar
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  47. 1b.
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  50. 1.
    Auf diese Faktoren und ihr Verhalten bei Betriebsausdehnungen wird in dem nächsten Abschnitt eingegangen werden.Google Scholar
  51. 1.
    Verlängert man die Kurventangenten in Abb. 44 bis zur Ordinatenachse, dann schneiden sie diese Achse in verschiedenen Punkten. Der Abstand dieser Schnittpunkte vom Koordinatenursprung gibt jeweils den jeder Ausbringung zu-gehörenden Festkostenbestandteil an. Da nun aber, wie die Abb. 44 zeigt, jede Tangente (Verfahrenskurve) eine andere Steigung aufweist, so gehört zu jeder Ausbringung ein anderer Festkostenbestandteil. — Bei gekrümmt verlaufenden Gesamtkostenkurven ist es also nicht möglich, mit Hilfe der sog. „mathematischen Kostenauflösung“ feste und proportionale Bestandteile zu isolieren.Google Scholar
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    Kaldor, N., The Equilibrium of the Firm, a. a. O., insbes. S. 67.Google Scholar
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    Man kann diese Bestimmung des Optimums graphisch durchführen, wie das bei den Vertriebskosten geschieht.Google Scholar
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    Diese Probleme bilden den Hauptinhalt des zweiten Bandes „Der Absatz“.Google Scholar
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    Hicks, J. R., Value and Capital, Oxford 1939, S. 205. Vgl. auchGoogle Scholar
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    Wittmann, W., Unternehmung und unvollkommene Information, Köln-Opladen 1959.CrossRefGoogle Scholar
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    Vgl. fünftes Kapitel, Abschnitt II.Google Scholar
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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1965

Authors and Affiliations

  • Erich Gutenberg
    • 1
  1. 1.Universität zu KölnDeutschland

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