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Gutachten im vormundschaftsrechtlichen Verfahren

  • Gunther Klosinski

Zusammenfassung

Mit Inkrafttreten des neuen Familienrechtes im Zuge der Kindschaftsrechtsreform vom 01. 07. 1998 ist die Zuständigkeit für Kindesschutzmaßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls sowie die Genehmigung freiheitsentziehender Maßnahmen zur Unterbringung eines Kindes vom Vormundschaftsgericht auf das Familiengericht übergegangen. Es sind deshalb die §§ 1631 b, 1632 und 1666 entsprechend abgeändert bzw. neu formuliert worden. Auch ist über eine Erweiterung des § 1631 Abs. 2 ab 01. 07. 1998 ein „Mißhandlungsverbot“ gesetzlich ausgesprochen, wenn es im Gesetzestext heißt: „Entwürdigende Erziehungsmaßnahmen, insbesondere körperliche und seelische Mißhandlungen sind unzulässig“ (§ 1631 Abs 2). Neu ist in diesem Zusammenhang auch die Formulierung des § 1696 Abs. 1: Dieser Paragraph regelt die Änderung von Anordnungen des Vormundschaftsund des Familiengerichtes. Bislang hieß der 1. Absatz: „Das Vormundschaftsgericht und das Familiengericht können während der Dauer der elterlichen Sorge ihre Anordnung jederzeit ändern, wenn sie dies im Interesse des Kindes für angezeigt halten.“ Die neue Formulierung lautet: „... wenn dies aus triftigen, das Wohl des Kindes nachhaltig berührenden Gründen angezeigt ist.“

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Literatur

  1. Lempp R (1983) Gerichtliche Kinder-und Jugendpsychiatrie. Huber, BernGoogle Scholar
  2. Remschmidt H (1997) Aufgaben und Rolle des Gutachters bei verschiedenen Begutachtungsfragen. In: Warnke A, Trott, G-E, Remschmidt H (Hrsg) Forensische Kinder-und Jugendpsychiatrie. Ein Handbuch für Klinik und Praxis. Huber, Bern, S 20–32Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Gunther Klosinski

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