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Gleichstrommaschine

  • Eckhard Spring
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Historisch betrachtet ist die Gleichstrommaschine die älteste elektrische Maschine. Die ersten Kraftwerksgeneratoren (1882 New York, 1884 Berlin) und auch die ersten Elektromotoren waren Gleichstrommaschinen. Doch schon bald erkannte man, daß man mit dem Gleichstrom bei der elektrischen Energieversorgung in eine Sackgasse geraten war. Elektrische Energie läßt sich über größere Entfernungen wirtschaftlich nur mit hohen Spannungen übertragen. Die aber vermag der Gleichstromgenerator nicht zu liefern. Gleichstrommaschinen lassen sich bis zu einer Spannung von maximal etwa 3kV bauen. Aus diesem Grund war man gezwungen, zu einer Energieversorgung mit Wechselstrom überzugehen, genauer gesagt, zu einer Versorgung mit Dreiphasenwechselstrom oder Drehstrom, denn für diesen gab es, anders als beim Einphasenwechselstrom, einen mit vernünftigem Wirkungsgrad arbeitenden Motor, den Asynchronmotor. In den Kraftwerken trat an die Stelle des Gleichstomgenerators der Synchrongenerator in Verbindung mit einem sogenannten Maschinentransformator, der die Maschinenspannung auf die zur wirtschaftlichen Energieübertragung benötigte Spannung heraufsetzte. Der Gleichstrommotor wurde durch den in seinem Aufbau einfacheren und deswegen billigeren Asynchronmotor ersetzt. Damit aber hatte der Gleichstrommotor nicht ausgedient. Er behauptete sich neben dem Asynchronmotor und wurde immer dann eingesetzt, wenn die Drehzahl in weitem Bereich ständig zu ändern war, was beim Asynchronmotor auf Schwierigkeiten stieß. Da es für drehzahlvariable Elektroantriebe viele Anwendungen gibt, ist die Gleichstrommaschine bis auf den heutigen Tag weit verbreitet. So findet man Gleichstromantriebe z.B. bei Bahnen, Walzwerken und Zechenförderanlagen. Dank der Fortschritte in der Leistungselektronik macht ihr allerdings inzwischen auch auf diesem Gebiet die Asynchronmaschine, aber auch die Synchronmaschine, in Verbindung mit einem Frequenzumrichter drehzahlvariabel betrieben, zunehmend Konkurrenz. Die Entscheidung darüber, welche Maschine einzusetzen ist, ist nach technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu fällen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Eckhard Spring
    • 1
  1. 1.FB Elektrotechnik IIFH Gießen-FriedbergFriedbergDeutschland

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